Lenzing erzielt Rekordergebnis
Der auf die Herstellung von Textilfasern spezialisierte Chemiekonzern Lenzing AG konnte sein Betriebsergebnis im abgelaufenen, ersten Halbjahr 2007 signifikant steigern. Wie das Unternehmen an seinem österreichischen Stammsitz mitteilte, habe man dank der Fortsetzung des erfolgreichen Geschäftsverlaufs aus 2006 das beste Halbjahresergebnis der Firmengeschichte einfahren können.
So sei der konsolidierte Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,9 Prozent von 533,5 Millionen Euro auf 618,2 Millionen Euro gestiegen. Der Umsatzanstieg sei auf sowohl Produktionsmengensteigerungen und einem weiter verbesserten Produktmix, als auch auf Preisanpassungen im Kernsegment Fasern und dem starken akquisitionsbedingten Wachstum im Segment Plastics zurückzuführen. Besonders groß ist der Wachstumsschub des Unternehmens bei den Gewinnen ausgefallen. So liegt das Betriebsergebnis (EBIT) bei dem Halbjahres-Rekordwert von 66,3 Millionen Euro, das sind 31,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Halbjahresüberschuss fiel mit 46,1 Millionen Euro (nach 31,7 Millionen Euro) um 45,4 Prozent besser aus als im ersten Halbjahr 2006.
„Das positive wirtschaftliche Umfeld für die Faserindustrie, insbesondere eine anhaltend starke Nachfrage nach hochwertigen Cellulosefasern in dem Emerging Markets, prägte den Geschäftsverlauf bei Lenzing Fasern“ so der Konzern anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes. „Die starke Nachfrage betraf die Segmente Fasern Textil und Fasern Nonwovens gleichermaßen. Preissteigerungen auf der Rohstoff- und Energieseite konnten durch Anpassungen der Faserpreise untergebracht werden. Die Faser-Produktionsanlagen der Lenzing Gruppe waren voll ausgelastet und laufen weiter auf Hochtouren, die Versandlager sind trotz der kontinuierlichen Mengensteigerungen auf historisch niedrigem Niveau. Die Faserproduktion der gesamten Lenzing Gruppe ist auf viele Wochen im Voraus ausverkauft.“
Entsprechend positiv fällt die Prognose des Konzerns auch für die zweite Jahreshälfte aus. So hätten die jüngsten Unsicherheiten am US-Kapitalmarkt bislang keine negativen Auswirkungen auf die Geschäftssegmente der Lenzing AG gehabt und die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien weiterhin positiv. Das Unternehmen erwartet daher, den eingeschlagenen Wachstumskurs auch im zweiten Halbjahr 2007 unvermindert fortsetzen zu können. Bei Lenzing ist man sich sicher: „Die hervorragende Entwicklung im Segment Fasern, aber auch die sehr gute Performance bei Plastics und Technik lassen ein neues Rekordergebnis 2007 erwarten, sofern es zu keiner wesentlichen Veränderung des positiven weltwirtschaftlichen Gesamtklimas kommt.“
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28.08.2007
Lenzing verbucht Rekordgewinn
Der österreichische Textilkonzern Lenzing Gruppe konnte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007 seinen Erfolgskurs fortsetzen. Das Unternehmen verzeichnete starke Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Dies geht aus den aktuellen Quartalszahlen hervor, die der Konzern am Freitag veröffentlichte. Demnach stieg der Umsatz im Berichtszeitraum auf 297,2 Millionen Euro. Er lag damit um 13,8 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert von 261,2 Millionen Euro. Als Grund für den Zuwachs nannte Lenzing die weltweit starke Nachfrage nach Viscosefasern, deren Produktion das Kerngeschäft des Konzerns bildet.
Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte im abgelaufenen Quartal eine Höhe von 32,5 Millionen Euro und damit einen neuen Rekordwert. Es stieg gegenüber dem ersten Quartal 2006 (22,8 Millionen Euro) um 42,5 Prozent. Beim Quartalsgewinn konnte Lenzing gar um 62,4 Prozent auf 23,0 Millionen Euro zulegen (1. Quartal 2006: 14,1 Millionen Euro). Der Gewinn pro Aktie stieg von 3,31 Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf nunmehr 5,78 Euro.
Auch die Zukunftsaussichten bewertet die Lenzing Gruppe optimistisch: Für das zweite Quartal sei trotz gewisser Unsicherheiten, die besonders die handelspolitische Entwicklung in den USA betreffen, „keine Änderung des positiven Marktumfeldes“ zu erwarten, teilte das Unternehmen mit. Lenzing will auch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres seinen Wachstumskurs, der sich zuletzt in Firmenzukäufen und der Eröffnung neuer Werke manifestierte, „konsequent fortsetzen“. Sollten die guten Rahmenbedingungen stabil bleiben, könne das Unternehmen nach eigenen Angaben auch in den kommenden Quartalen „an das Vorjahresergebnis anknüpfen“.
Die Lenzing Gruppe zählt zu den wichtigsten Produzenten von Viskosefasern. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstätten in Europa, den USA und Asien. Zuletzt eröffnete es ein neues Faserwerk im chinesischen Nanjing. Außerdem wurde der Bau einer Fabrik in Indien beschlossen.
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18.05.2007
Lenzing baut Fabrik in Indien
Der österreichische Faserhersteller Lenzing baut seine Infrastruktur in Asien weiter aus. Wie der Konzern am Mittwoch bekannt gab, wird er im indischen Bundesstaat Maharashtra ein neues Viscosefaserwerk errichten.
Dabei kooperieren die Österreicher mit dem indischen Mischkonzern Modi. Lenzing werde die Mehrheitsanteile an dem Werk halten und seine technische Kompetenz sowie operative Erfahrung in das neue Gemeinschaftsunternehmen einbringen, teilte das Unternehmen mit. Modi stelle hingegen die Grundstücke und lokales Know-how zur Verfügung. Ein entsprechendes Kooperationsabkommen zwischen den beiden beteiligten Konzernen wurde nun in Wien unterzeichnet.
Das neue Werk, das nach Angaben von Lenzing in der ersten Ausbaustufe eine Kapazität von 80.000 Tonnen Viscosefasern für den textilen und Nonwovens-Bereich besitzen wird, liegt etwa 70 Kilometer südlich der Metropole Mumbai. Lenzing rechnet für 2010/2011 mit der Fertigstellung. Dann sollen dort etwa 700 bis 800 Mitarbeiter beschäftigt werden. Die Investitionssumme bezifferte Lenzing mit rund 200 Millionen US-Dollar. Alle notwendigen rechtlichen Genehmigungen für den Bau und Betrieb des geplanten Werkes lägen bereits vor.
Thomas Hahnemann, der Vorstandsvorsitzende von Lenzing, erläuterte die Strategie seines Unternehmens: „Wir setzen mit diesem Beschluss nach der erfolgreichen Inbetriebnahme unseres Werkes in Nanjing/China einen weiteren logischen Schritt in der Fortsetzung unseres Wachstumskurses mit Schwerpunkt Asien.“ Die Entscheidung, in Indien ein eigenes Werk zu errichten, habe auch mit den hohen Einfuhrzöllen, die das Land erhebt, zu tun. Lenzing wolle seinen Kunden auf dem Subkontinent diese künftig ersparen. „Es war vor allem die starke Nachfrage auf Kundenseite aus Indien, die uns die Grundsatzentscheidung erleichtert hat, künftig vor Ort in Indien Fasern herzustellen“, erläuterte Fahnemann.
Auch Satish Modi, der Chairman der Modi-Gruppe, setzt große Hoffnungen auf das geplante Werk. „Wir erwarten mit Lenzing eine substanzielle Verbesserung der Versorgung der stark wachsenden indischen Textil- und Nonwovensindustrie mit hochwertigen Fasern. Die indische Industrie wird von diesem Projekt erheblich profitieren,“ erklärte er anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Bislang gibt es in Indien nach Angaben von Lenzing nur einen lokalen Viscoseproduzenten, was sich wachstumshemmend auf die Branche auswirke. Langfristig sieht das Unternehmen Indien nach China als zweitwichtigsten Markt für diese Güter in Asien.
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19.04.2007
Lenzing setzt Einkaufstour fort
Der österreichische Faserhersteller Lenzing Gruppe hat sein Firmenportfolio erneut erweitert. Wie der Konzern am Donnerstag bekannt gab, übernimmt er den hessischen Kunststoffhersteller Pedex+Co. GmbH.
Der Lenzing-Konzern teilte mit, dass er die Vermögenswerte von Pedex über seine Tochterfirma Lenzing Plastics GmbH erworben hat. Pedex befindet sich derzeit in einem laufenden Insolvenzverfahren, erwartet jedoch für das Geschäftsjahr 2007 ein positives Ergebnis. Das Unternehmen, das nach Angaben von Lenzing zuletzt einen Jahresumsatz von rund 12 Millionen Euro erwirtschaftete, ist auf die Herstellung hochwertiger Kunststofffilamente für verschiedene Anwendungen spezialisiert.
Die Gründe für die Akquisition erläuterte Thomas Fahnemann, der Vorstandsvorsitzende der Lenzing-Gruppe: „Die Übernahme von Pedex ist eine gute Ergänzung zu der vor einigen Wochen übernommenen Hahl Gruppe, die schwerpunktmäßig im Sektor synthetische Bürsten für die Industrie tätig ist,“ sagte er. Der Lenzing-Konzern wolle so seine Marktposition in dieser „attraktiven Nische“ weiter ausbauen. Der bestehende Produktionsstandort von Pedex in Affolterbach solle bei entsprechender Nachfrage ausgebaut werden, hieß es weiter.
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13.04.2007
Lenzing eröffnet Werk in China
Der österreichische Faserhersteller Lenzing hat im chinesischen Nanjing seine zweite Produktionsstätte in Asien eröffnet. Dies gab der Konzern am Dienstag bekannt. In Asien betreibt die Lenzing-Gruppe neben der neu eröffneten Viscosefabrik bereits ein Werk in Indonesien. Insgesamt verfügt das Unternehmen nun weltweit über sechs Faserproduktionsstätten.
Die chinesische Viscosefabrik gehört der Lenzing (Nanjing) Fibers Co.. An dem Joint Venture ist Lenzing mit 70 Prozent beteiligt. Das heimische Partnerunternehmen Nanjing Chemical Fibre Co., Ltd. (NCFC) hält die übrigen 30 Prozent der Anteile. Das neue Werk, in dem etwa 540 Mitarbeiter beschäftigt sind, weist nach Angaben von Lenzing derzeit eine Nennkapazität von rund 60.000 Tonnen Viscosefasern auf. Ein weiterer Ausbau sei je nach Marktentwicklung vorgesehen, teilte das Unternehmen weiter mit. Insgesamt seien für die Fabrik rund 65 Millionen Euro investiert worden. Lenzing betonte, dass es sich um ein „hochmodernes Werk“ handele, „dass auch umweltseitig dem hohen westeuropäischen Standard der Lenzing-Gruppe voll entspricht“. Die Technologie sei vom ebenfalls zum Konzern gehörenden Anlagenbauunternehmen Lenzing Technik geliefert worden, hieß es weiter.
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11.04.2007
Lenzing mit zweistelligem Umsatzwachstum
Die Lenzing AG hat eigenen Angaben zufolge im angelaufenen Geschäftsjahr 2006 ein absolutes Rekordergebnis erwirtschaftet. Das Unternehmen, das vor allem in seinem Kerngeschäftsfeld cellulosische Fasern für volle Kassen sorgte, konnte im Abrechnungszeitraum umsatzseitig um 16,8 Prozent zulegen und durchbrach damit erstmals die Milliardengrenze.
1,1 Milliarden Euro setzte das österreichische Unternehmen 2006 um, nach 942,6 Millionen im Vorjahr. Das operative Konzernergebnis (EBIT) lag mit 107,1 Millionen Euro (nach 81,8 Millionen Euro) um 31 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern betrug 98,6 Millionen Euro (nach 79,3 Millionen Euro), eine Steigerung von 24 Prozent. Der Jahresüberschuss nach Minderheiten lag bei 83,9 Millionen Euro (nach 56,9 Millionen Euro), ein Plus von 48 Prozent.
Dieses Rekordergebnis beruht auf der außerordentlich guten Entwicklung im Geschäftsfeld Fasern, wo das Ergebnis (EBIT) um 35 Prozent auf 89,6 Millionen Euro und der Umsatz um 16 Prozent auf nunmehr 902,8 Millionen Euro verbessert wurden. Vor allem die Business Unit Faser Textil konnte 2006 die Früchte der Entwicklung neuer Faserapplikationen und der dadurch erzielten Marktanteilsgewinne ernten.
"Wir haben 2006 unsere Weltmarktführerschaft bei cellulosischen Fasern nicht nur abgesichert, sondern im Spezialfaserbereich noch weiter ausgebaut - und das trotz erheblicher Kapazitätserweiterungen bei unseren asiatischen Mitbewerbern", kommentiert Lenzing Vorstandsvorsitzender Thomas Fahnemann das neue Rekordergebnis der Lenzing Gruppe. Die Gesamtproduktion der Lenzing Gruppe mit Cellulosefaser-Produktionsstandorten in Österreich, Großbritannien, den USA und Indonesien konnte 2006 auf das neue Rekordniveau von insgesamt 478.068 Tonnen (nach 453.806 Tonnen 2005) angehoben werden. Am Standort Lenzing, dem größten integrierten Viscosefaser-Produktionsstandort der Welt wurde die Produktion auf 230.000 Tonnen verbessert, davon entfiel ein Großteil auf Spezialfasern wie Nonwovens, Lenzing Modal, MicroModal, flammhemmende oder spinngefärbte Fasern. Der Vertrieb wurde 2006 durch Eröffnung eines neuen Vertriebsbüros in Indien weiter globalisiert.
Das außerordentlich gute Ergebnis des Unternehmens führt der Vorstand auch auf seine Marketingstrategie zurück, laufend neue Anwendungen für die hauseigenen Produkte entwickelt zu haben. Neben Marktanteilsgewinnen im Bereich Sportbekleidung konnte Lenzing dabei seine Position vor allem bei der Sparte Heimtextilien weiter ausbauen.
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12.03.2007
Lenzing kauft Hahl Group
Der österreichische Spezialfaserhersteller Lenzing Group übernimmt durch ihre Tochtergesellschaft Lenzing Plastics GmbH die im schwäbischen Munderkingen ansässige Hahl Group. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die deutschen und österreichischen Kartellbehörden müssten der Transaktion noch zustimmen, hieß es weiter. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Verkauf zum Ende des ersten Quartals 2007 abgeschlossen werden.
Die Hahl Group GmbH ist auf die Herstellung geschnittener Kunststoff-Filamente spezialisiert. Das Unternehmen beschäftigt 240 Mitarbeiter und erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von rund 35 Millionen Euro.
„Mit der Übernahme der Hahl Group setzt Lenzing Plastics den bedeutendsten Wachstumsschritt der vergangenen Jahre. Damit positioniert sich unsere Tochter noch besser als erfolgreicher europäischer Produzent von Kunststoff-Nischenprodukten. Die Hahl Group ist eine perfekte Ergänzung unseres Kunststoff-Portfolios und wird damit auch einen wichtigen Umsatz- und Ertragsbeitrag zur Lenzing-Gruppe leisten“, erklärte Thomas Fahnemann, der Vorstandsvorsitzende des österreichischen Konzerns.
Die Lenzing-Gruppe ist unter anderem ein wichtiger Produzent von Cellulosefasern für die Textilindustrie. Die Tochtergesellschaft Lenzing Plastics GmbH ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von Produkten aus Polyolefinen und Fluorpolymeren.
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18.01.2007
Lenzing mit Halbjahresergebnis
Der Faserhersteller Lenzing hat in der vergangenen Woche seine Halbjahreszahlen bekannt gegeben. Demnach stieg der konsolidierte Umsatz im ersten Halbjahr 2006 um 14 Prozent auf 464,4 Millionen Euro nach 407,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Steigerung sei auch eine Folge der erstmaligen Konsolidierung von Tencel sowie erhöhter Produktionsmengen gewesen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) betrug 50,2 Millionen Euro nach 48,0 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Auf Grund höherer Abschreibungen habe die Steigerung lediglich 4,4 Prozent betragen.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg von 73,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 81,3 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten diesen Jahres.
Da stark gesunkene Baumwollpreise sowie neue Produktionskapazitäten in China in Asien zu einem Preis- und Nachfragerückgang bei Viscosefasern geführt hätten, habe die Lenzing Gruppe Umschichtungen von der Business Unit Faser Textil in die Business Unit Faser Nonwovens vorgenommen, teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig wurde der Produktmix bei Textilfasern zu Gunsten hochwertigerer Typen weiter ausgebaut. Damit habe Lenzing alle Faserproduktionseinheiten im ersten Halbjahr 2005 voll auslasten, den Kostenvorteil aufrechterhalten sowie die Faserproduktionsmenge deutlich steigern können, hieß es in der entsprechenden Pressemitteilung.
Wegen des weltweiten Preisdrucks bei Fasern erwartet die Lenzing-Gruppe ein schwächeres zweites Halbjahr. Das Gesamtjahr 2005 werde daher nicht an das vergangene Rekordjahr anschließen können.
27.8.2005
Lenzing verzeichnet Umsatzwachstum
Der österreichische Faserhersteller Lenzing ist mit dem Geschäftsergebnis für das Jahr 2004 zufrieden. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag konnte der Konzern zulegen: demnach kletterte der Umsatz um 16,6 Prozent auf 871 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 747 Millionen Euro gewesen. Das operative Konzernergebnis (EBIT) konnte im Vergleich zum Vorjahr um 16,3 Prozent erhöht werden und erreichte mit 104,3 Millionen Euro ein neues Rekordniveau. Erstmals in der Unternehmensgeschichte seit damit die 100-Milionen-Euro-Marke überschritten worden, teilte Lenzing am Dienstag mit.
Laut der Unternehmensgruppe seien für die anhaltend gute Unternehmensentwicklung die deutlich höheren Produktionsmengen im Geschäftsfeld Fasern, die Einbeziehung der Unternehmensgruppe Tencel ab dem 2. Quartal, höhere Umsätze bei Lenzing-Technik sowie ein verbessertes Preisniveau bei Fasern verantwortlich. Die höheren Rohstoffkosten hätten in den Preisen auf Grund der guten Nachfrage untergebracht werden können.
Außerdem habe das Engineering- und Anlagenbauunternehmen Lenzing Technik
von der freundlichen Branchenkonjunktur in der Viscose- und Zellstoffindustrie
profitiert. Hier konnte ein neuer Rekordumsatz erzielt werden.
Für das Jahr 2005 rechnet die Lenzing-Gruppe mit einem herausfordernden
Marktumfeld: Nachgebende Baumwollpreise, hohe Rohstoffkosten und ein anhaltend
ungünstiges Dollar-Euro-Verhältnis belasten die Faserindustrie.
12.3.2005
Lenzing übernimmt Tencel
Der
österreichische Faserproduzent Lenzing übernimmt die Unternehmensgruppe
Tencel. Verkauft wird Tencel von Corsadi BV, die zur internationalen Finanzgruppe
CVC gehört. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen
vereinbart. Mit der Übernahme von Tencel werde Lenzing seine Position als
einer der weltweit führenden Hersteller hochqualitativer Fasern auf Cellulosebasis
weiter absichern, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.
Tencel produziert rund 80.000 Tonnen Lyocellfaser im Jahr und beschäftigt weltweit rund 350 Mitarbeiter. Der Umsatz von Tencel lag 2003 bei 100 Millionen Euro. Die Lenzing AG stellt jährlich rund 40.000 Tonnen her. Die Lenzing Gruppe beschäftigt weltweit über 4000 Mitarbeiter. Unabhängig voneinander haben Tencel und Lenzing die Loycell Fasertechnologie in den 90er Jahren zur großindustriellen Serienreife entwickelt. Lyocell Fasern werden hauptsächlich in der Bekleidungsindustrie, für Heimtextilien, für
Hygiene- und Kosmetikprodukte und medikale Produkte verarbeitet. Lenzing vermarktet seine Lyocell Fasern unter der Marke "Lyocell by Lenzing", "Tencel" ist der Markenname für die Lyocell Fasern der Tencel Gruppe.
Thomas Fahnemann, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe, bezeichnete die Übernahme von Tencel als "Meilenstein für die Lenzing Gruppe". Weiter sagte er: "Wir verdreifachen unsere Lyocell Kapazitäten und erreichen damit endgültig jene kritische Größe, die für den nachhaltig profitablen Betrieb von Lyocell erforderlich ist. Und wir übernehmen mit der Marke Tencel einen höchst erfolgreichen Brand samt der dazugehörigen internationalen Vertriebsmannschaft."
Die Schlagkraft werde durch die Bündelung des Technologie- und Anwendungs-Know-hows der beiden Gruppen um einiges erhöht, sagte Fahnemann. Die Lenzing Gruppe werde an der Weiterentwicklung der Lyocell Technologie festhalten und die Entwicklung neuer Produkte noch beschleunigen können.
Die geplante Integration von Tencel soll durch eine Neu-Organisation des Konzerns
erleichtert werden.
4.5.2004