Joop: Bewährungsprobe für Schönberger
Am kommenden Samstag wird es ernst für den neuen Joop-Chefdesigner Dirk Schönberger. Im Rahmen der CPD-Ordermesse wird das Label in Düsseldorf die erste, untern der Regie des frisch gebackenen Creative Directors entstandene Catwalkshow über die Bühne bringen.
Schönberger ist in Generalunion für alle Produktbereiche der Joop! GmbH verantwortlich, seit er zu Beginn diesen Jahres von Antwerpen nach Berlin gezogen ist. Zuvor betrieb er in Belgien sein eigenes Modelabel. Zur Show am Samstag, die in den Düsseldorfer Böhler Werken stattfinden wird, haben sich u.a. der Regisseur Sönke Wortmann, Schalke-Trainer Mirko Slomka, sowie diverse B-Prominenz wie Janin Reinhardt angesagt. Eine Bewährungsprobe, die Schönberger locker bestehen sollte.
www.joop.de
18.07.2007
Joop meidet Fashion Week
Eigentlich wäre Wolfgang Joops Luxuslabel „Wunderkind“ ein logischer Kandidat für das Teilnehmerfeld der ersten Mercedes-Benz Berlin Fashion Week gewesen. Doch der in Potsdam lebende Designer ist von der Veranstaltung, die am Donnerstag mit einer Show der Linie Hugo von Hugo Boss eröffnet wurde, nicht überzeugt.
Dies machte er in einem Gespräch mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ deutlich: „Ich misstraue forcierten Aktionen, die nicht aus gewachsenen Voraussetzungen entstehen,“ erklärte Joop dort, „Plötzlich heißt es: Hoppla, hoppla, jetzt sind wir alle da, der endlose Laufsteg durch Berlin wie bei der Love Parade.“
In diesem Umfeld wollte er sein „Wunderkind“ nicht präsentieren: „Ich weiß um die Fragilität meiner Marke,“ so Joop. Mal sehen, ob es die Fashion Week in den kommenden Tagen schaffen wird, solche Vorbehalte auszuräumen.
www.zeit.de
13.07.2007
Joop konkretisiert Wunderkind-Pläne
Der in Potsdam bei Berlin ansässige Modedesigner Wolfgang Joop will sein High-Fashion Label Wunderkind in absehbarer Zeit zu einer globalen Luxusmarke ausbauen. Der 52-Jährige äüßerte sich nun erstmals im Berliner „Tagesspiegel“ ausführlich zum aktuellen Stand der Expansionsplanungen und kann sich sogar vorstellen, das Label mittelfristig an die Börse zu bringen.
Bisher verfügt Wunderkind nur über einen einzigen, eigenen Shop am prestigeträchtigen Berliner Gendarmenmarkt. Dies soll sich jedoch bereits in Kürze ändern, denn Joop plant bereits die Eröffnung eines zweiten Standorts in London. Im Rahmen einer zweiten Expansionsstufe sollen dann weitere Wunderkind Stores in Wien, Madrid, Asien und dem mittleren Osten folgen. Und auch in Deutschland will der Maestro in absehbarer Zeit neue Läden aufmachen. Aktuell suchten seine Mitarbeiter bereits nach Top-Lagen in München, Frankfurt am Main und Düsseldorf, so Joop gegenüber dem „Tagesspiegel“. „Wir brauchen die Läden, um unsere sensible Marke zu stabilisieren und die Basis für unsere Produktion zu sichern.“
Und um mehr Geld zu verdienen. Bisher arbeitet Wunderkind nämlich noch im defizitären Bereich. Um am Ende schwarze Zahlen zu schreiben, muss die Marke im internationalen Wettbewerb mithalten können und sich gegen die scheinbar übermächtige Konkurrenz aus Italien und Frankreich behaupten. Doch auch was die wirtschaftliche Entwicklung der Marke betrifft, gibt sich der Designer optimistisch. Man werde in der nächsten Saison voraussichtlich erstmals ein positives Ergebnis vorlegen, so Joop. „ Wir rechnen nicht damit, unser Investment wieder herauszubekommen, aber der Firmenmehrwert, der entstanden ist, ist schon jetzt größer als unser Investment“ so der Wahl-Potsdamer gegenüber dem Blatt.
Inwiefern sich Wunderkind tatsächlich auf dem globalen Markt behaupten kann, wird die nahe Zukunft also zeigen. Die Chancen für eine internationale Expansion waren jedoch noch nie so gut wie momentan. Gerade Mode und Design aus dem Berliner Umfeld sind aktuell im Ausland so gefragt wie selten zuvor. Im Zuge des neuen Berlin-Hypes kann so sicherlich auch Joop von der guten Stimmung profitieren und sein Unternehmen so endlich aus der Verlustzone führen.
Foto: Wunderkind
www.wunderkind.de
14.05.2007
Wunderkind: Neue Gesellschafter für Joop
Wolfgang Joops Modefirma Wunderkind GmbH & Co. KG hat zwei neue Gesellschafter. Neben dem Designer und seinem Geschäftspartner Edwin Lemberg sind nun auch die Eheleute Hans-Joachim und Gisa Sander Teilhaber des Unternehmens. Gisa Sander ist Juristin. Früher war sie Familienaktionärin des Haarpflege- und Kosmetik-Konzerns Wella. Ihr Ehemann Hans-Joachim Sander ist Unternehmer und international renommierter Kunstsammler. Er war außerdem lange als Beiratsmitglied der Wella AG tätig.
Diese Entwicklung dürfte ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung von Wunderkind zur international expandierenden Luxusmarke sein. Immerhin verfolgen die neuen Gesellschafter mit ihrem Einstieg das Ziel, „durch erhebliche Investitionen die Internationalisierung des Unternehmens weiter voranzutreiben.“ Sie begründeten ihre Entscheidung für Wunderkind „mit der anspruchsvollen, intelligenten und zukunftsträchtigen Definition von Luxus in der Mode durch Wolfgang Joop, was den entscheidenden Unterschied zu anderen Modemarken ausmache.“
Wolfgang Joop zeigte sich entsprechend begeistert: „Ich freue mich, Partner gefunden zu haben, die meine Vision verstehen und teilen, Wunderkind – unabhängig von kurzlebigen Trends – dauerhaft in der Modewelt zu etablieren.“ Wunderkind wird seine nächste Kollektion am 26. Februar 2007 anlässlich der Herbst-Winter-Schauen in Paris vorstellen.
www.wunderkind.de
31.01.2007
Wolfgang Joop will mit Wunderkind wachsen
Mit seinem Luxuslabel „Wunderkind“ sorgt der deutsche Designer Wolfgang Joop derzeit für Furore. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) sprach er nun über die Perspektiven der Marke, die er als „elitäres Nischenprodukt, für das wir uns mit den Ellenbogen Platz schaffen mussten zwischen Christian Dior, Louis Vuitton, Alexander McQueen oder Stella McCartney“, beschreibt. Das Ziel: „Wunderkind“ soll wachsen. Dafür rede er derzeit mit Finanzinvestoren, bestätigte Joop gegenüber der FAS: „Es rechnet sich nicht, so groß zu bleiben, wie wir jetzt sind. Der Luxusmarkt wächst. Um ihn zu bedienen, brauchen wir mehr Finanzkraft, einen hochprofessionellen Vertrieb und Managementverstärkung für die Finanzen, das Controlling und die Produktionssteuerung.“ Darüber hinaus seien eigene „Wunderkind“-Stores „in den wichtigsten Städten der Welt“ geplant.
Und auch das Produktangebot von „Wunderkind“ soll wachsen: Nachdem bereits eine Kosmetikserie lanciert wurde, wird nun ein eigenes Parfüm konzipiert: „Selbstverständlich ist ein Parfüm längst vorbereitet. Und in diesem Fall werde ich wieder als Werbefigur in den Vordergrund treten. Aber ein bisschen Zeit lassen wir uns noch damit“, verriet der Designer. Auch Accessoires, etwa Handtaschen, wolle er wieder entwerfen. Dies sei jedoch „das Schwierigste überhaupt, weil Handtaschen schon wie Pilze im Wald wachsen.“ Sie seien „das Statussymbol schlechthin“ – nicht zuletzt deshalb, weil sie der Trägerin keine Passform-Probleme bereiteten. Und auch über eine Herren-Kollektion von „Wunderkind“ denkt Joop derzeit nach – nicht zuletzt aus persönlichen Gründen: Schließlich gäbe es derzeit „für mich, den Konsumenten Wolfgang Joop, kaum etwas zu kaufen.“
25.4.2006
Joop zeigt Wunderkind-Couture
Keine Massenware bietet der Designer Wolfgang Joop für den nächsten
Herbst/Winter, sondern feinste Couture. Seine neue Linie "Wunderkind Couture"
präsentierte er am Freitag in der St. Johannes-Kirche in Berlin-Mitte vor
300 Gästen. Darunter waren der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit,
Bryan Adams mit Kreativdirektor Sandor Lubbe vom Magazin Zoo und viele Berliner
Stars und Sternchen. Nicht nur Abendkleider mit weit schwingenden Röcken
und aufgenähten Blüten schickte Joop durchs Mittelschiff der Kirche,
auch Anzüge mit Dreiviertel-Hosen in Gelb und Pink, transparente Tops und
Pelzstolen waren dabei.
www.joop.com
16.2.2004
Joop räumt aus
Dass Modedesigner es nicht ewig in der gleichen Inneneinrichtung aushalten,
bringt wahrscheinlich ihr Beruf mit sich - Karl Lagerfeld machte es vor, als
er sein gesamtes plüschiges Rokoko-Interior versteigern ließ.
Jetzt trennt sich auch Wolfgang Joop von seinem Hausstand: Am 12. Dezember werden
im New Yorker Auktionshaus Sotheby's rund hundert Objekte aus den diversen Joopschen
Haushalten unter den Hammer kommen. Aus seinen Villen und Wohnungen aus Monaco,
New York und Potsdam werden wertvolle Stücke wie eine Kommode von Gio Ponti
und eine AEG-Uhr von Peter Behrens versteigert. Seit gut 15 Jahren sammelt der
Modedesigner Möbel und Design - von verschnörkelt bis geradlinig ist
alles dabei. Aber auch Aquarelle und Zeichnungen bietet Sotheby's zur Versteigerung.
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3.12.2003
Joop: "Ich weiß, dass Verliebtheit mit Verblödung einhergeht."
"No
Drugs, no Alk, no Rock'n'Roll - but Sex", so beschreibt Wolfgang Joop sein
neues Leben. Im Interview spricht der Star-Designer über seine neue Liebe,
den neuen Wohnsitz und seinen Debüt-Roman "Im Wolfspelz", der
im August erscheint. Als "düsteren Engel" bezeichnet Joop seinen
neuen Freund, denGeorgier Valeri. "Ich bin ihm gefolgt, weil ich hoffte,
meine Einsamkeit und Isolation zu überwinden und das warme Gefühl
der Liebezu finden", sagt er.
"Valeri ist unglaublich stolz und radikal.Westliche Diplomatie lehnt er ab", verrät der Modeschöpfer überseinen 31-jährigen Lebensgefährten. Sich selbst bezeichnet Wolfgang Joop im stern-Interview als narzistischen Menschen, der "vom wirklich schönen Gefühl des einfachen Glücks ausgeschlossen" ist. Über seineBeziehung zu Valeri sagt er: "Ich weiß, dass Verliebtheit mit Verblödung einhergeht." Seinen Roman "Im Wolfspelz", der von einem lebens- undliebeskranken Modedesigner namens Wolf handelt, will Joop allerdings nicht als autobiografisch verstanden wissen. "Aber Wolf ist mein Bruder im Leid", fügt er hinzu. "Auch ich bin in emotionalen Dingen manchmal infantil."
Die Arbeit als Autor hat den 58-Jährigen nach eigenen Angaben verändert.
"Als ich das letzte Wort geschrieben hatte, fiel mir zu meinem bisherigen
Leben nicht mehr viel ein", so Joop. Über seine Karriere-Pläne
sagte Joop: "Der Laufsteg wird mich als Joop! nicht wiedersehen."
In Zukunft will er für seine neue Firma "Wunderkind Couture"
nur noch Luxus-Abendkleider entwerfen. Dafür ist er mit Valeri in ein gemietetes
Penthouse nach Berlin-Mitte gezogen. Seinen Wohnsitz in New York werde er dafür
aufgeben. "Wenn ich in Deutschland meine Schnauze aufmache, dann habe ich
hier auch Steuern zu zahlen."
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12.08.2003
Wolfgang Freuer verlässt Joop
Wolfgang Freuer, 48, scheidet Ende des Monats als Geschäftsführer der Joop GmbH, Hamburg, aus. In gegenseitigem Einvernehmen hat er sich mit den neuen Gesellschaftern des Modeunternehmens auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt.
Bis zur Berufung eines neuen Geschäftsführers wird aus dem Gesellschafterkreis Marc Holy, 31, diese Position vorübergehend wahrnehmen.
Ein Konsortium aus den Mode- und Accessoires-Firmen Strellson, Egana Goldpfeil
und Coty /Lancaster hatte Joop im April übernommen. Bis dahin hielt die
insolvente Wünsche AG die Rechte an der Marke.
www.joop.com
30 juli 2003
Gesellschafter richten Joop neu aus
Marc Holy, Spross des schwäbischen Unternehmerclans der Holys, hat in der Hamburger Zentrale der Joop GmbH als Vertreter der neuen Gesellschafter die Kontrolle übernommen. Nach Absegnung der Joop-Übernahme durch das Kartellamt in der vergangenen Woche gehört die Marke jetzt einem Konsortium aus Strellson (Jochen und Uwe Holy), Egana Goldpfeil (Familie Seeberger) und Coty/Lancaster (Benckiser-Konzern). Die Brüder Holy sollen das Unternehmen in Zukunft aktiv im Aufsichtsrat betreuen. Gemeinsam hat das Konsortium rund 35 Millionen Mark für die Rechte an der Marke Joop bezahlt, an der zuvor die inzwischen insolvente Wünsche AG die Rechte hielt.
Junior Marc Holy wird bis zur Formierung des neuen Managements die Weichen stellen. Nach Ansicht der neuen Eigentümer wurde die Marke mit einem Lizenzumsatz von nur noch 195 Millionen Euro im vergangenen Jahr zu schlecht vermarktet. In besseren Tagen hatten die Lizenznehmer bis zu 250 Millionen Euro per Anno umgesetzt. Ehrgeizigen Schätzungen zufolge verfügt die Marke über ein Potenzial von über 500 Millionen Euro Umsatz. Joop ist neben Boss, Escada und Jil Sander eine der wenigen deutschen Luxusmarken im Fashion-Bereich von weltweiter Bedeutung.
Den neuen Eigentümern ist das bisherige Partner-Portfolio nicht stark
genug. So spielt die Marke beispielsweise bei Schuhen, Heimtextilien und Oberbekleidung
kaum eine Rolle. Augenmerk soll mehr dem Bereich Oberbekleidung gewidmet. Er
soll wesentlich verstärkt und die Produkte über die Textilfirmen der
Familie Holy vermarktet werden.
11.07.2003
Wolfgang Joop vs WTC
Wolfgang Joop, der den Verlust des World Trade Center als "Symbol kapitalistischer Arroganz" nicht bedauerte, hat vor gut zwei Jahren noch damit geworben
Berlin - ws. Joop, dessen Äußerungen in der vergangenen Woche zu einem Skandal geführt haben, wurde von WELT am SONNTAG mit dem "Max City Guide New York" vom April 1999 konfrontiert, für den Joop einen T-Shirt-Spruch entworfen hat, der nach dem 11. September geradezu prophetisch wirkt:
"Das Tor zum Himmel und zur Hölle liegt [sic!] dicht beieinander". Die Zeitschrift forderte ihre Leser auf, dieses Motto auf ein T-Shirt zu drucken und sich damit vor dem World Trade Center fotografieren zu lassen. Joop beteuert, diese Idee sei nicht von ihm gewesen, er habe lediglich den Spruch geliefert.
Auf die Frage, ob er sich darüber nicht empört habe, dass sein T-Shirt vor
einem "Symbol des arroganten Kapitalismus" fotografiert wurde und was er mit
dem Motto gemeint habe, entgegnete der Modemacher: "Alle Katastrophen der Welt
passieren zuerst in New York, aber auch deren Heilung." Konkretisieren wollte
er dies nicht.
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