Umfrage macht Hoffnung auf boomendes Wintergeschäft
Montag, 15 Oktober 2012
Mittlerweile haben die meisten Modehändler in Deutschland das Sommersortiment aus den Regalen genommen, die Season-Sales sind abgeschlossen und der Handel konzentriert sich auch das kommende Wintergeschäft. Das soll, glaubt man
einer Online-Studie der CreditPlus Bank mit dem Titel „Fit durch den Winter“, ein überaus gutes werden.
1.094 Bundesbürger hat die Bank eigenen Angaben zufolge nach ihren modischen Einkaufsneigungen in den kommenden Monaten gefragt und ist auf ein für den Einzelhandel durchaus vielversprechendes Ergebnis gekommen. So planen wohl rund 80 Prozent der Deutschen, sich in diesem Jahr neue warme Kleidung für die Wintersaison zu kaufen. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern stehen Pullover am häufigsten auf der Einkaufsliste: 42 Prozent der Befragten wollen sich hier neu ausstatten. 35 Prozent planen, sich neue Winterschuhe zuzulegen, 27 Prozent wollen sich Handschuhe kaufen und 26 Prozent einen Wintermantel.
Nicht ganz überraschend werden fast alle Wintertextilien häufiger von Frauen als von Männern gekauft. So gaben nur 15 Prozent der weiblichen Befragten an, dass sie die neue Winterkollektion kalt lässt. Bei den Männern verweigern hingegen mit 27 Prozent fast doppelt so viele die wetterbedingte Garderobenaufstockung. Nur bei warmer Unterwäsche ist es umgekehrt: 14 Prozent des "starken Geschlechts" wollen sich damit für den Winter eindecken, bei den Frauen sind es elf Prozent. Ein Schneeanzug steht geschlechterübergreifend nur bei 2 Prozent auf der Shopping-Liste.
Was den Handel besonders freuen dürfte: 50 Prozent der Deutschen sind bereit, für die neue Winterkleidung 150 Euro oder mehr auszugeben, 18 Prozent sogar mehr als 300 Euro. Nur acht Prozent planen weniger als 50 Euro ein.
Die Studie dürfte sich so durchaus stimmungsaufhellend auf die Branche auswirken, die zuletzt etwas pessimistisch in die Zukunft blickte. Im September ergab eine Studie des Handelsverbandes Deutschland (HDE), dass sich die Stimmung bei den Händlern verschlechtert hatte. So überwog erstmals seit dem Frühjahr 2010 wieder der Anteil der Unternehmen mit einer schlechten Lagebewertung gegenüber denen mit einer guten. Dazu passte auch noch die schwache Gewinnentwicklung im ersten Halbjahr, wo 45 Prozent der Betriebe Einbußen hinnehmen mussten.