Trendwende für PPR

Donnerstag, 29 April 2010

Der französische Handels- und Luxusgüterkonzern PPR konnte im ersten Quartal 2010 seine Umsätze nach einer krisenbedingten Durstrecke wieder steigern. Die höchsten Zuwächse der einzelnen Sparten verbuchte die Gucci-Gruppe, in der die Modelabel des Konzerns zusammengefasst sind. Auch im Online-Geschäft war PPR erfolgreich: Die E-Commerce-Umsätze stiegen währungsbereinigt um 14 Prozent.
 
Wie PPR am Donnerstag meldete, wuchs der Konzernumsatz im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 1,2 Prozent (währungsbereinigt +1,3 Prozent) auf 4,129 Milliarden Euro. Die Medien- und Elektromärkte von Fnac konnten ihre Umsätze um 2,4 Prozent (währungsbereinigt +1,6 Prozent) auf 982 Millionen Euro steigern, die Einrichtungshäuser von Conforama meldeten ein Plus von 2,9 Prozent (währungsbereinigt +2,6 Prozent) auf 730 Millionen Euro. Die Versandhandelssparte Redcats musste hingegen einen Umsatzrückgang um 2,6 Prozent (währungsbereinigt -0,5 Prozent) auf 844 Millionen Euro hinnehmen.
 
Dass die Umsätze des mehrheitlich zu PPR gehörenden Sportlifestyle-Konzerns Puma um 2,1 Prozent (währungsbereinigt -2,7 Prozent) auf 683 Millionen Euro sanken, war bereits gestern gemeldet worden. Zulegen konnte hingegen die Luxusmode-Sparte Gucci Group. Ihre Umsätze stiegen um 4,7 Prozent (währungsbereinigt +6,1 Prozent) auf 895 Millionen Euro. Besonders erfolgreich waren dabei der eigene Einzelhandel (+9 Prozent) sowie die Geschäfte im asiatisch-pazifischen Raum außer Japan (+21 Prozent) und in den Schwellenländern (+15 Prozent).
 
Die Kernmarke Gucci verbuchte ein Umsatzplus von 3,8 Prozent (währungsbereinigt +5,3 Prozent), Bottega Veneta wuchs um 9,5 Prozent (währungsbereinigt +11,0 Prozent). Yves Saint Laurent musste allerdings trotz deutlicher Zuwächse im eigenen Einzelhandel (+12 Prozent) einen leichten Umsatzrückgang um 1,7 Prozent (währungsbereinigt -0,7 Prozent) hinnehmen. Die kleineren Luxuslabel des Konzerns, darunter Balenciaga, Alexander McQueen und Stella McCartney, verbuchten gemeinsam eine Steigerung um 7,6 Prozent (währungsbereinigt +8,9 Prozent).

Foto: ©KaDeWe Berlin