Tiefrote Zahlen für Bulgari E-Mail
Mittwoch, 13 Mai 2009
BulgariEs ist das vorläufige Ende einer langen Erfolgsgeschichte: Der italienische Luxusgüterkonzern Bulgari S.p.A. hat das erste Quartal 2009 mit einem deutlichen Verlust abgeschlossen. Damit zählt das Traditionshaus zu den ganz großen Verlierern der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise.

Erschreckend fiel die Entwicklung der Umsätze aus: Die brachen im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um 23,1 Prozent von 231,7 auf 178,1 Millionen Euro ein. Bereinigt um Wechselkursveränderungen ging es sogar um 30,6 Prozent abwärts. In allen geografischen Regionen musste Bulgari deutliche Rückgänge hingehen. In Europa sanken die Umsätze um 25,5 Prozent auf 64,6 Millionen Euro, in Asien, dem größten Markt des Konzerns, um 16,8 (währungsbereinigt -30,4 Prozent) auf 82,8 Millionen Euro, in der Region „Americas“ sogar um 36,5 Prozent (währungsbereinigt -44,3 Prozent) auf 19,3 Millionen Euro und im Mittleren Osten sowie dem Rest der Welt um 24,1 Prozent auf 11,4 Millionen Euro. Bulgari verwies darauf, dass weltweit die Umsätze im Großhandel deutlich zurückgegangen seien. Der eigene Einzelhandel habe demgegenüber in einigen Ländern, etwa in Frankreich, Großbritannien und der Schweiz, Zuwächse verzeichnen können.

BulgariAuch die einzelnen Produktkategorien meldeten durchgehend deutliche Umsatzeinbrüche. Die Umsätze mit Schmuck gingen um 15,3 Prozent (währungsbereinigt -22,6 Prozent) zurück, mit Uhren um 30,0 Prozent (währungsbereinigt –37,6 Prozent), mit Parfüm & Kosmetik um 25,6 Prozent (währungsbereinigt -31,4 Prozent) und mit Accessoires um 33,5 Prozent (währungsbereinigt -44,7 Prozent). Das zeigt, wie sehr der gesamte Luxusgütermarkt von der gegenwärtigen Wirtschafts- und Konsumkrise betroffen ist.

Vom massiven Umsatzrückgang war naturgemäß auch das Ergebnis betroffen. Zusätzlich belasteten negative Effekte aus Hedging-Aktivitäten im Zusammenhang mit Wechselkursveränderungen die Margen. Die zwischenzeitlich eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen konnten damit kaum positive Auswirkungen zeigen. So ergab sich beim operativen Ergebnis (EBIT) ein Fehlbetrag in Höhe von 23,8 Millionen Euro. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte Bulgari hier noch ein Plus von 21,9 Millionen Euro erzielt. Unter dem Strich stand im Berichtszeitraum ein Nettoverlust von 29,3 Millionen Euro. 2008 hatte Bulgari in den ersten drei Monaten noch einen Gewinn in Höhe von 22,8 Millionen Euro erwirtschaftet.

Foto: Bulgari

 
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