Takko feiert Premiere mit neuem Markenkonzept

Sonntag, 04 Mai 2008

Der Modediscounter Takko will künftig vermehrt junge, trendorientierte Zielgruppen ansprechen und so auch auf dem Lifestylemarkt punkten. Das Unternehmen, das bislang als reiner Billig-Anbieter im Filialgeschäft tätig war, gründete dafür extra die Marke „Page One“, mit der das in Telgte ansässige Unternehmen nun die hippen Einkaufsmeilen der Innenstädte erobern will.

Am vergangenen Freitag eröffnete die Takko Holding nun ihren ersten Page One-Shop mit einer Verkaufsfläche von 300 Quadratmetern in der Bad Homburger Innenstadt, ein für das Unternehmen viel versprechendes Pilot-Projekt in Deutschland. Der Grund für die Entscheidung Page One in Deutschland einzuführen liege jedoch knapp 2.200 Kilometer südlich des Firmensitzes, ließ das Management wissen. Dort, in dem portugiesischen Städtchen Pacos de Fereira, eröffnete am 2.

 April diesen Jahres der erste Page One-Shop in einem Einkaufszentrum. Die Erklärung für die doch eher unübliche Launch-Politik der neuen Marke sehen die Verantwortlichen in den unterschiedlichen Einkaufsgewohnheiten der europäischen Kunden. So habe man das neue Konzept eigentlich auf den portugiesischen Markt zugeschnitten, wolle es jedoch nun auch auf dem heimischen Markt etablieren. „Der Markt dort funktioniert anders“ so Takko- Geschäftsführer Alexander Mattschull. „Als wir uns entschlossen haben nach Portugal zu expandieren, mussten wir ein neues Konzept erarbeiten, das nicht auf der grünen Wiese sondern speziell in Hochfrequenzlagen funktioniert.“

Nun soll Page One auch in der Bundesrepublik durchstarten, die erste Filiale in Bad Homburger soll dafür nur als Testballon fungieren. Mittelfristig sieht Mattschull sogar Potenzial für bis zu 100 Page One-Stores in ganz Europa. In den Läden sollen in erster Linie 25- bis 40-Jährige einkaufen, die gerne in der Innenstadt shoppen, trendorientiert sind und gute Qualität zu Discountpreisen wollen. Denn obwohl das Einkaufserlebnis bei Page One moderner sei als bei Takko, blieben die Preise identisch, so die Takko Holding. Außerdem könne man auch produktseitig auf Synergien setzen: Bei beiden Marken gebe es ein ähnliches Basissortiment, allerdings sei die Präsentation eine völlig andere. Nach dem Motto: „In ist, wer drin ist“ will das Unternehmen stilbewusstes Publikum anziehen, dass beim Kauf nicht ganz so genau darauf achtet, was drin ist. Hier geht es also nicht um ein neues Produktportfolio, sondern um eine neue Form der Präsentation für das bisherige Sortiment.

Trotzdem bleibe Takko weiterhin ein Familien-Discounter, mit der Zielgruppe 35 bis 50 Jahre und einem entsprechend breitem Sortiment, lässt das Firmenmanagement noch wissen. Schließlich will man das angestammte Publikum mit der neuen Trendwelle nicht vergraulen, man weiß, wer verlässlich für Umsatz sorgt.

Unterdessen arbeitet man in Telgte bereits an der Expansion des neuen Konzepts. In Ansbach wird bereits die zweite Page One-Filiale geplant. Sollten beide Stores in Deutschland erfolgreich sein, werde im September die weitere Expansionsstrategie definiert, so das Unternehmen.

Foto: Page One / Takko