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Stimmung im Handel verschlechtert sich
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Dienstag, 18 September 2012
Die Stimmung im deutschen Einzelhandel ist eingebrochen. Zu diesem Ergebnis kommt der Handelsverband Deutschen (HDE) in einer aktuellen Umfrage unter rund 1.300 Betrieben. An seiner Umsatzprognose mit einem Plus von 1,5 Prozent für das Gesamtjahr hält der Branchenverband dennoch fest.

"Mit einem Umsatzwachstum von 2,6 Prozent im ersten Halbjahr zeigt sich der Einzelhandel bisher zwar sehr robust“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dennoch lasse die aktuelle HDE-Umfrage darauf schließen, dass sich die Stimmung in der Branche verschlechtert hat. Seit dem Frühjahr 2010 überwiege erstmals wieder der Anteil der Unternehmen mit einer schlechten Lagebewertung gegenüber denen mit einer guten. Als Grund nennt Genth die steigenden Kosten für Haushaltsenergie und Kraftstoffe, die die Verbraucher weniger Geld für den Konsum lassen und zusätzlich über die Betriebskosten die Margen der Händler drücken. Umso wichtiger sei es, die anstehenden zusätzlichen Belastungen bei der Energiewende fair zu verteilen.

Verkaufsrenner sind im bisherigen Jahresverlauf Uhren, Schmuck, Unterhaltungselektronik, Sport- und Campingartikel, Spielwaren und Wohnmöbel. Mit einem erwarteten Umsatzplus von rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gilt der Online-Handel auch dieses Jahr wieder zu den Umsatztreibern.

Trotz abgekühlter Stimmung zeigt sich der Einzelhandel robust, wie die jüngsten Beschäftigtenzahlen zeigen. Im deutschen Einzelhandel arbeiteten zum 31. Dezember 2011 zum ersten Mal mehr als drei Millionen Menschen. "Wir rechnen bei den Beschäftigtenzahlen im Handel weiterhin mit einer stabilen Entwicklung. Ob der Aufbau neuer Arbeitsplätze in diesem Tempo weiter gehen kann, hängt vor allem von der Konjunktur ab", sagt Genth.

Foto: Foto: CJ Schmidt, Husum


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