Sheego dick im Geschäft

Montag, 21 Februar 2011

Die auf Übergrößen spezialisierte Modemarke Sheego konnte im zweiten Jahr nach ihrer Gründung ein beachtliches Umsatzplus einfahren und sieht sich so bestens für die kommenden Jahre gerüstet. Das Spezialkonzept, das im Januar 2009 von der Otto-Tochter Schwab lanciert worden war, konnte seine Umsätze im Geschäftsjahr 2010/11 neuesten Prognosen zufolge um 40 Prozent auf über 60 Millionen Euro steigern.

Als Wachstumstreiber erwies sich dabei einmal mehr das Online-Geschäft. Der Anteil der Kunden, die über den hauseigenen Webshop bestellen, wuchs in den letzten Monaten überproportional und stieg Firmenangaben zufolge auf fast 60 Prozent.

Petra Scharner-Wolff, Sprecherin der Geschäftsführung von Schwab, sieht in den zu erwartenden Ergebnissen eine eindeutige Bestätigung der bisherigen Geschäftsstrategie: „Die positive Umsatzentwicklung der beiden ersten Jahre gibt uns Recht. Das Konzept, nämlich die Fokussierung der Investitionen zum Ausbau des Spezialversenders, ist aufgegangen,“ so Scharner-Wolf.

Als der Schwab Versand in das stark wachsende Marktsegment für große Größen eintrat, schloss der Universalversender damit in der Tat eine bedeutende Marktlücke. Die Marke richtet sich per Eigendefinition an modeorientierte Frauen zwischen 25 und 55 Jahren, die auf Konfektionsgröße 40 und höher angewiesen sind. Mit über 840.000 Kunden hat sich das Label, das deutschlandweit Kleidung, Schuhe und Accessories per Katalog und Webshop vertreibt, inzwischen erfolgreich am Markt etabliert. Bis Ende 2011 erwartet Sheego daher bereits die Millionste Kundin. „Unsere Kundin schätzt sehr unser Gespür für modische Trends und die große Auswahl sowie die Qualität und Passform der Sheego-Mode“, so Scharner-Wolff und beruft sich dabei auf die Ergebnisse einer aktuellen Kundenumfrage.

Zum weiteren Wachstum soll nun eine groß angelegte Werbekampagne beitragen, die vor allem die Modekompetenz der Marke transportieren will. Damit wolle man sich noch stärker vom Wettbewerbsumfeld abheben, so Schwab-Geschäftsführer Helmut Steffen. Zudem sollen die auf der hauseigenen Website angebotenen Artikel besser dargestellt und so für die potentielle Kundin erlebbarer gemacht werden. „Durch verschiedene Online-Anwendungen können die Details in einer virtuellen Modenschau mit interaktiven Elementen und Steuerungsmöglichkeiten entdeckt werden,“ lässt das Unternehmen wissen.

Wohl wissend, dass die Zahl der etwas voluminöseren Frauen in Deutschland in Zukunft wohl eher zu- als abnehmen wird, erwartet Schwab in diesem Jahr eine Fortführung der bisherigen Erfolgsgeschichte und kündigt zudem neue Investitionen an. So soll ein Schwerpunkt auf dem Ausbau des E-Commerce-Handels und auf der weiteren Fokussierung von Spezialkonzepten liegen. Im März 2011 will das Unternehmen zudem parallel zum Spezial-Größen-Geschäft für Damen unter dem Markennamen „Youman“ ein Herrensortiment in den Konfektionsgrößen von 48 bis 82 starten - „ein Größenspektrum, das sich in seiner Ausdehnung von anderen Anbietern deutlich unterscheidet“. Damit folge man der Ambition, sich als führender Multichannel-Händler mit wettbewerbsüberlegener Modekompetenz für große Größen zu positionieren, heißt es in einem Firmenschreiben.

Foto: Sheego/Schwab