| Russischer Wäschemarkt wächst weiter überproportional |
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| Sonntag, 22 Juni 2008 | |
Der Russische Markt für Wäsche, Dessous und Bademoden floriert derzeit wie kaum anderswo auf der Welt, und das Potential scheint noch lange nicht ausgeschöpft. So hat sich die Verkaufsfläche im stationären russischen Fachhandel von Miederwaren, Dessous, Tag und Nachtwäsche,
Homewear, einschließlich Badebekleidung zwischen Frühjahr 2005 und Frühjahr 2008 mit nahezu 82.000 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Düsseldorfer Igedo Company herausgegebene und von der ITMM GmbH, Stuttgart, erstellte Neuauflage der Studie über den russischen Lingerie-Markt.
Laut der Igedo-Studie vollzog sich die Verlagerung des Wachstums insbesondere in dreizehn russischen Provinzmetropolen mit einer Bevölkerung von nahezu einer Million Menschen oder mehr, sowie in weiteren neun Großstädten der Größenklasse von 400.000 bis 900.000 Einwohnern. Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass derzeit 48 Prozent der Einzelhandelsflächen für Wäscheerzeugnisse in 22 Provinzgroßstädten angesiedelt sind. Die restlichen zwölf Prozent entfallen auf weitere 41 mittelgroße russische Provinzstädte, die die Studie mittelfristig als besonders wachstumsorientiert einstuft. Im vergangenen Jahr existierten in Russland etwa 1.800 Lingerie-Fachgeschäfte, die umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro umsetzten. Vor drei Jahren verfügte das Land nur über die Hälfte an Einzelhändlern mit einem vergleichsweise bescheidenen Umsatz von gerade mal 807.000 Euro. Als Wachstumstreiber haben die Experten drei Hauptgründe ausgemacht: Zum einen sind die Realeinkommen der dortigen Bevölkerung in den vergangenen Jahren durchschnittlich um fast 13 Prozent im Jahresdurchschnitt gestiegen, was das Verlangen der Verbraucher nach hochwertigen, modischen Anschaffungen beflügelt. Zusätzlich hat der Einzelhandel Milliarden in den Ausbau neuer Einkaufszentren investiert, die sich nun auszuzahlen beginnen. So stieg die Zahl der Shopping Malls in den letzten drei Jahren von 316 auf 545, ein Zuwachs von satten 72 Prozent. Was die Russen außerdem in die Wäscheläden lockt: das ganz auf ihren Geschmack zugeschnittene Angebot. So habe sich das Wäscheangebot in Russland hat sich in den vergangenen Jahren stark im Hinblick auf Mode, Funktion, Zielgruppen- und Anlassorientierung differenziert, so die Studie. Die Risikobereitschaft russischer Facheinzelhändler, in Spezialgeschäfte für Männerwäsche, große Größen oder Bademoden zu investieren, sei erstaunlich groß und halte weiter an. Kain Wunder also, dass die Branche ins Schwärmen kommt, wenn es um das Wachstumspotential des russischen Wäschemarktes geht. Branchen-Insider wie Alexander Fedorov, Präsident von Wild Orchid Holding, des Marktführers im russischen Wäschefachhandel, gehen davon aus, dass der russische Lingerie-Markt bis 2011 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 20 Prozent weiter wachsen wird, wobei der Löwenanteil des Zuwachses auf das mittlere bis gehobene Preissegment entfallen dürfte. Dessous der Luxusklasse und des Premium-Bereichs fielen hingegen in den beiden vergangenen Jahren auf Durchschnittszuwächse von sieben Prozent zurück. Wie in der Studie ferner festgestellt wird, sind die Exporte von Männerwäsche aus den Mitgliedstaaten der EU-15 nach Russland im vergangenen Jahr gegenüber 2006 um 25 Prozent auf einen Einkaufswert zu Ab-Werk Preisen von Euro 38 Millionen gestiegen. Die Ausfuhren von Damenwäsche einschließlich Homewear und Bademoden, legten indessen um neun Prozent auf einen Einkaufswert von knapp Euro 200 Millionen zu. Foto: Triumph |


Der Russische Markt für Wäsche, Dessous und Bademoden floriert derzeit wie kaum anderswo auf der Welt, und das Potential scheint noch lange nicht ausgeschöpft. So hat sich die Verkaufsfläche im stationären russischen Fachhandel von Miederwaren, Dessous, Tag und Nachtwäsche,
Homewear, einschließlich Badebekleidung zwischen Frühjahr 2005 und Frühjahr 2008 mit nahezu 82.000 Quadratmeter mehr als verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt die von der Düsseldorfer Igedo Company herausgegebene und von der ITMM GmbH, Stuttgart, erstellte Neuauflage der Studie über den russischen Lingerie-Markt.
Die Pool Position im Standort-Ranking belegt nach wie vor die Hauptstadt des Landes, Moskau verfügt derzeit über 40 Prozent der russischen Einzelhandelsflächen für Lingerie-Erzeugnisse. Allerdings holen die anderen Regionen mächtig auf und machen einen immer größer werdenden Anteil des Wäschemarktes aus. So ging verringerte sich der Prozentsatz Moskaus am Gesamtmarkt zwischen 2005 und 2008 um 30 Punkte, Tendenz weiter fallend. 

