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Reebok stellt sich Betrugsvorwürfen in Indien
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Montag, 16 Juli 2012
Nach Vorwürfen des angeblichen Betrugs in seinem indischen Betrieb hat der zur Adidas Gruppe gehörende Sportartikelhersteller Reebok versichert, dass das Unternehmen mit den Behörden zusammenarbeiten werde. Zuvor hatte sich die Firma jedoch geweigert, dem indischen Wirtschaftsprüfungsinstitut (ICAI), der internen Aufklärungsbehörde, detaillierte Unterlagen vorzulegen, angeblich wegen eigener interner Ermittlungen.

Ende Mai hatte Reebok gegen zwei seiner Geschäftsführer Strafanzeige wegen finanzieller “Ungereimtheiten” erstattet. Betriebsleiter Subhinder Singh Prem und leitender Geschäftsführer Vishnu Bhagat von Adidas India wurden beschuldigt, Produkte gestohlen, heimlich Lager aufgebaut und Rechnungen manipuliert zu haben. Sie sollen auch neue Rechnungen für Artikel erstellt haben, die bereits verkauft und zugestellt waren.

Bereits der plötzliche Austritt von Singh Prem und Bhagat Ende März des Jahres ließ Vermutungen zu Verlusten und finanziellen Unstimmigkeiten aufkommen. An ihre Stelle traten Claus Heckerott als Betriebsleiter und Frederic Serrant als Vertriebschef. Heckerott hat 14 Jahre Erfahrung als Bereichsleiter bei Adidas und war zuletzt Finanzdirektor für den weltweiten Vertrieb. Serrant kam im Januar aus Frankreich nach Indien, wo er seit 2007 Vertriebschef war.

Laut einem Bericht der Times of India sollen dem Unternehmen durch den Betrug Verluste von 8,7 Milliarden indischen Rupien (128,9 Millionen Euro) entstanden sein. Diese werden höchstwahrscheinlich den konsolidierten Jahresabschluss des Unternehmens beeinträchtigen. Adidas und Reebok schlossen sich in Indien erst im letzten Jahr zusammen, obwohl die weltweite Firmenfusion der beiden Unternehmen bereits 2005 abgeschlossen war.

Foto: Reebok

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