| Rabatte verhageln Vögele das Geschäft |
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| Mittwoch, 25 August 2010 | |
Die schweizerische Charles Vögele Gruppe hatte im ersten Halbjahr 2010 stark unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu leiden und musste Umsatzeinbußen in Millionenhöhe hinnehmen. Das Modeunternehmen hatte zu Beginn des Jahres
seine Lager voll unverkaufter Ware und musste in den Folgemonaten versuchen, mittels hoher Rabatte seine Restbestände loszuwerden. Ein recht schwieriges Unterfangen, wie sich bald herausstellen sollte, und ein enormes Verlustgeschäft. So sanken die Umsätze Vögeles in den ersten sechs Monaten 2010 auf 690 Millionen Schweizer Franken, etwa 528 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres standen noch 743 Millionen Schweizer Franken zu buche.
Zugleich wurde der Konzern einer gründlichen Schrumpf-Kur unterzogen. Während Vögele nur 12 Filialen neu eröffnete, wurden 25 geschlossen und die Gesamtzahl auf 844 reduziert. In der Distributionslogistik sparte man zehn Millionen Schweizer Franken ein, bei Werbung und Marketing gab man allerdings wieder sieben Millionen mehr aus als 2009. Trotzdem reduzierte sich der Betriebsaufwand in der Berichtsperiode um insgesamt elf Millionen auf 346 Millionen Schweizer Franken. Dank Im zweiten Halbjahr hat Vögele noch viel vor. Ein 3-Punkte-Plan soll die Firma wieder auf die Beine bringen und für bessere Umsätze sorgen. Mit mehr Modekompetenz und einem emotionaler angelegten Marketing sollen die Image-Werte der Pfäffikoner gestärkt werden, eine neu ausgerichtete Organisationsstruktur für eine stärkere Vertikalisierung sorgen. Zudem auf der Agenda: Eine weitere Optimierung der Expansion, die eine Ausschöpfung des Potentials in den Hauptmärkten vorsieht. Ein Prozess, der bereits „in vollem Gange“ sei, lässt die Geschäftsführung wissen. Die Maßnahmen seien zwar erst im übernächsten Jahr abgeschlossen, würden sich aber durchaus schon in der Übergangsphase positiv auf der Kostenseite auswirken. Für das Gesamtjahr erwarten die Verantwortlichen daher ein positives Konzernergebnis. Mittelfristig soll zudem eine EBITDA-Marge von zehn Prozent erzielt werden. Foto: Charles Vögele |

Die schweizerische Charles Vögele Gruppe hatte im ersten Halbjahr 2010 stark unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu leiden und musste Umsatzeinbußen in Millionenhöhe hinnehmen. Das Modeunternehmen hatte zu Beginn des Jahres
seine Lager voll unverkaufter Ware und musste in den Folgemonaten versuchen, mittels hoher Rabatte seine Restbestände loszuwerden. Ein recht schwieriges Unterfangen, wie sich bald herausstellen sollte, und ein enormes Verlustgeschäft. So sanken die Umsätze Vögeles in den ersten sechs Monaten 2010 auf 690 Millionen Schweizer Franken, etwa 528 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres standen noch 743 Millionen Schweizer Franken zu buche.
verbesserter Bruttogewinn-Marge, Fremdwährungsabsicherungen und konsequentem Kostenmanagement, konnte immerhin die EBITDA-Marge von sechs Prozent gehalten werden. Nach Abzug der Abschreibungen blieb Vögele so wenigstens noch ein positives Betriebsergebnis (EBIT) von vier Millionen Schweizer Franken, allerdings 2,5 Millionen weniger als im ersten Halbjahr 2009. Das Konzernergebnis lag mit sieben Millionen Schweizer Franken ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert, was sich mit der „substanziellen Altwarenbereinigung, den ungünstigen Währungskursen und der laufenden Restrukturierung“ erklären lasse, so die Unternehmensführung.