Puma meldet mäßige Zahlen E-Mail
Donnerstag, 29 Juli 2010
Der Sportlifestylekonzern Puma AG konnte offenbar kaum von der Fußball-Weltmeisterschaft profitieren. Anders als der Konkurrent Adidas, dem das Ereignis ein deutliches Umsatzplus bescherte, legten die Erlöse des Lokalrivalen aus Herzogenaurach nur geringfügig zu.

Der konsolidierte Konzernumsatz lag im zweiten Quartal, das am 30. Juni endete, bei 615,4 Millionen Euro und damit nur um 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 600,3 Millionen Euro. Währungsbereinigt ergab sich sogar ein Minus von 4,8 Prozent. Während Puma in Amerika deutlich wachsen konnte – die Umsätze stiegen um 26,1 Prozent (währungsbereinigt +15,4 Prozent) auf 212,6 Millionen Euro – blieb der Konzern in der Region EMEA, die Europa, Afrika und den Mittleren Osten umfasst, sowie im asiatisch-pazifischen Raum unter dem Vorjahresniveau.

In der Region EMEA belief sich der Quartalsumsatz auf 267,6 Millionen Euro. Er gab damit gegenüber dem zweiten Quartal 2009 (288,3 Millionen Euro) um 7,2 Prozent (währungsbereinigt -10,7 Prozent) nach. In der Region Asien/Pazifik sanken die Umsätze um 5,7 Prozent (währungsbereinigt -17,0 Prozent) von 143,4 auf 135,2 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,7 Prozent von 63,1 auf 64,1 Millionen Euro, der Konzerngewinn nach Minderheitenanteilen um 16,4 Prozent von 38,5 auf 44,8 Millionen Euro.

Für das erste Halbjahr ergibt sich damit ein konsolidierter Konzernumsatz in Höhe von 1,298 Milliarden Euro, was eine marginale Steigerung um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet. Währungsbereinigt sanken die Erlöse allerdings um 3,7 Prozent. Deutlichen Zuwächsen in Amerika (+16,2 Prozent, währungsbereinigt +12,7 Prozent) standen Rückgänge in der Region EMEA (-5,3 Prozent, währungsbereinigt -8,2 Prozent) und im asiatisch-pazifischen Raum (-6,9 Prozent, währungsbereinigt -12,8 Prozent) gegenüber. Die Markenumsätze, die sich aus dem konsolidierten Umsatz und den Lizenzerlösen zusammensetzen, gaben um 0,6 Prozent auf 1,366 Milliarden Euro nach.

Das operative Ergebnis vor Sondereffekten lag nach sechs Monaten bei 183,2 Millionen Euro und damit um 3,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 177,1 Millionen Euro. Der ausgewiesene Halbjahresüberschuss belief sich auf 127,9 Millionen Euro, was einer Steigerung um 190,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 44,0 Millionen Euro entspricht. Allerdings hatten im ersten Quartal 2009 restrukturierungsbedingte Sonderkosten in Höhe von 110 Millionen Euro das Ergebnis belastet.

Der Vorstandsvorsitzende Jochen Zeitz erklärte, die Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal habe „im Rahmen der Erwartungen“ gelegen. Für die kommenden Monate zeigte er sich aber optimistisch: „Aufgrund eines starken Ausblicks erwarten wir in der zweiten Jahreshälfte ein solides Umsatzwachstum,“ so der Konzernchef. „Vor dem Hintergrund einer Erholung der Weltwirtschaft sowie den Maßnahmen, die wir in den vergangenen 18 Monaten eingeleitet haben, um unsere Organisation und Unternehmensprozesse an die neuen Marktgegebenheiten anzupassen, wollen wir ab dem kommenden Jahr unsere langfristige Expansionsstrategie fortsetzen.“ Das langfristige Umsatzpotential bezifferte er auf „4 Milliarden Euro und darüber hinaus“. Es soll mit einer aufgrund der Wirtschaftskrise revidierten Strategie in den kommenden Jahren ausgeschöpft werden. Im Geschäftsjahr 2009 hatte Puma Umsätze in Höhe von 2,461 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Foto: Puma AG


 
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