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Prada weiter stark in Asien
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Mittwoch, 26 September 2012
Der italienische Luxusmodekonzern Prada SpA konnte im ersten Halbjahr 2012 deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielen. Im zweiten Quartal fiel die Steigerungsrate in Europa allerdings merklich niedriger aus als in den ersten drei Monaten und bremste das Wachstumstempo. In Asien liefen die Geschäfte allerdings weiter hervorragend.

Insgesamt belief sich der Konzernumsatz in der ersten Jahreshälfte einschließlich der Lizenzerlöse auf 1,525 Milliarden Euro, was eine Steigerung um 36,4 Prozent (währungsbereinigt +28 Prozent) gegenüber dem Vorjahresniveau von 1,134 Milliarden Euro bedeutete. Vor allem der eigene Einzelhandel, in dem Prada 80,7 Prozent seiner gesamten Erlöse erzielte, entwickelte sich aufgrund von Neueröffnungen und starken Zuwächsen auf vergleichbarer Fläche (währungsbereinigt +19 Prozent) dynamisch: Hier stiegen die Umsätze um 47 Prozent (währungsbereinigt +37 Prozent) auf 1,2 Milliarden Euro. Im Großhandelsgeschäft wuchsen die Erlöse um vier Prozent (währungsbereinigt +1 Prozent) auf 294,7 Millionen Euro.

Zehren konnte das Unternehmen vom deutlich stärkeren Auftaktquartal. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz nur noch um 28,5 Prozent (währungsbereinigt +20 Prozent). Vor allem in Europa ließ das Wachstumstempo nach. In Italien verbuchte der Konzern im gesamten ersten Halbjahr ein Umsatzplus um 21 Prozent auf 259,3 Millionen Euro. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse auf dem Heimatmarkt allerdings nur noch um fünf Prozent. Im restlichen Europa (348,7 Millionen Euro) lag die Steigerungsrate im Halbjahr bei 37 Prozent (währungsbereinigt +31 Prozent), im zweiten Quartal bei 28 Prozent (währungsbereinigt +25 Prozent).

Stabiler blieb die Entwicklung außerhalb Europas. In Nordamerika erzielte Prada im Halbjahr einen Umsatzzuwachs um 31 Prozent (währungsbereinigt +19 Prozent) auf 224,7 Millionen Euro, in Fernost um 45 Prozent (währungsbereinigt +32 Prozent) auf 532,5 Millionen Euro und in Japan um 34 Prozent (währungsbereinigt +20 Prozent) auf 143,9 Millionen Euro. In diesen Regionen erreichten die Steigerungsraten im zweiten Quartal zwar ebenfalls nicht mehr ganz das Niveau der ersten Monate, aber der Rückgang fiel hier weniger dramatisch aus. Dass das Geschäft in Asien sich gut behauptete, dürfte zudem die gesamte Luxusgüterbranche beruhigen.

Das Halbjahresergebnis nach Minderheitenanteilen wuchs um 59,6 Prozent von 179,5 auf 286,4 Millionen Euro. „Die Prada-Gruppe hat in den ersten sechs Monaten erneut äußerst befriedigende Resultate erzielt“, sagte CEO Patrizio Bertelli. „Unsere Wachstumsraten zählen zu den höchsten in der Branche und sie wurden trotz sehr schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erreicht.“ Zwar sei sich die Unternehmensführung der „negativen Marktentwicklung“ bewusst, sie bleibe aber hinsichtlich der nahen Zukunft „zuversichtlich“ und halte an ihren langfristigen Wachstumszielen fest.


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