| PPR: Luxusmode boomt |
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| Freitag, 27 Juli 2012 | |
Der französische Luxusgüter- und Handelskonzern PPR hat im ersten Halbjahr 2012 aufgrund der Stärke seiner Edelmodemarken beim Umsatz deutlich zulegen können. Sanierungskosten für die Handelskette Fnac und der deutlich
gesunkene Gewinn der Sportlifestyletochter Puma drückten allerdings das Ergebnis.
Der Die „Sport & Lifestyle Division“ profitierte vom Zukauf der Marke Volcom. Ihre Erlöse stiegen daher um 17,1 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Bereinigt lag die Wachstumsrate allerdings lediglich bei 4,0 Prozent. Den Löwenanteil der Spartenumsätze steuert die deutsche Tochter Puma bei, deren Erlöse um 8,8 Prozent (bereinigt +3,9 Prozent) auf knapp 1,6 Milliarden Euro stiegen. Der Handelskonzern Fnac, der derzeit einem kostspieligen Restrukturierungsprogramm unterzogen wird, meldete einen Umsatzrückgang um 1,1 Prozent (bereinigt -1,0 Prozent) auf 1,8 Milliarden Euro. Trotz der glänzenden Geschäfte der Luxusmodelabels, deren operativer Gewinn um 30,4 Prozent wuchs, stieg das Konzernergebnis nach Minderheitenanteilen lediglich um 5,9 Prozent auf 476,9 Millionen Euro. Hohe Einmalausgaben für die Sanierung von Fnac und ein Gewinnrückgang um fast 30 Prozent bei Puma belasteten die Halbjahresresultate. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäften nach Berechnungen des Konzerns allerdings um 25,1 Prozent von 433 auf 542 Millionen Euro. In der zweiten Jahreshälfte rechnet PPR mit einer Fortsetzung des Erfolgskurses seiner Luxusmarken. Bei Fnac hoffen die Franzosen auf die ersten Früchte der Umstrukturierungsmaßnahmen. Allerdings wird das kürzlich vorgestellte Sanierungsprogramm für die Tochter Puma das Ergebnis belasten: Die entsprechenden Kosten, die im zweiten Halbjahr verbucht werden sollen, bezifferte das Unternehmen auf hundert Millionen Euro. Foto: Yves Saint Laurent |


Der französische Luxusgüter- und Handelskonzern PPR hat im ersten Halbjahr 2012 aufgrund der Stärke seiner Edelmodemarken beim Umsatz deutlich zulegen können. Sanierungskosten für die Handelskette Fnac und der deutlich
gesunkene Gewinn der Sportlifestyletochter Puma drückten allerdings das Ergebnis.
Konzernumsatz stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 um 16,7 Prozent von 5,5 auf 6,4 Milliarden Euro. Herausragend entwickelte sich die „Luxury Division“ mit Luxuslabels wie Gucci, Bottega Veneta oder Yves Saint Laurent. Ihre Erlöse stiegen um 30,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Bereinigt um Zukäufe und Wechselkursveränderungen betrug die Wachstumsrate 17,6 Prozent. Vor allem Yves Saint Laurent (+46,4 Prozent, bereinigt +41,1 Prozent) und Bottega Veneta (+44,3 Prozent, bereinigt +35,1 Prozent) meldeten überdurchschnittliche Zuwächse. Die mit 1,7 Milliarden Euro umsatzstärkste Marke Gucci entwickelte sich weniger dynamisch (+17,7 Prozent, bereinigt +10,8 Prozent). 
