PPR: Luxusmarken beflügeln den Umsatz

Donnerstag, 27 Oktober 2011

Der französische Mischkonzern PPR kann sich weiter auf seine Luxusgütersparte verlassen. Die sorgte mit einem deutlichen Wachstum für eine insgesamt erfreuliche Umsatzentwicklung im dritten Quartal. Der Konzernumsatz aus fortgesetzten Geschäften stieg im Berichtszeitraum, der am 30. September endete, gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um 8,0 Prozent von 3,57 auf 3,86 Milliarden Euro. Währungs- und strukturbereinigt wuchsen die Erlöse um 7,0 Prozent.

hrend die Einzelhandelssparte schwächelte, verbuchten die Luxuslabels satte Zuwächse: Das Segment steigerte seine Umsätze um 23,1 Prozent (währungsbereinigt +24,6 Prozent) auf 1,28 Milliarden Euro. Alle Marken meldeten deutliche Fortschritte. Gucci legte um 17,6 Prozent (währungsbereinigt +21,0 Prozent) auf 788,2 Millionen Euro zu, Bottega Veneta um 35,4 Prozent (währungsbereinigt +38,9 Prozent) auf 185,1 Millionen Euro und Yves Saint Laurent um 32,6 Prozent (währungsbereinigt +35,4 Prozent) auf 97,7 Millionen Euro.

Die kleineren Marken des Segments – darunter Balenciaga, Alexander McQueen und Stella McCartney sowie der im Sommer mehrheitlich übernommene schweizerischen Uhrenhersteller Sowind – verzeichneten zusammen einen Umsatz in Höhe von 210,6 Millionen Euro und übertrafen damit das Vorjahresniveau um 31,2 Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen und den Anteil von Sowind ergab sich ein Plus von 22,4 Prozent.

Zur Umsatzsteigerung des Gesamtkonzerns trug auch die Sport- und Lifestyle-Sparte bei. Puma legte um 7,3 Prozent (währungsbereinigt +10,2 Prozent) auf 2,29 Milliarden Euro zu, außerdem steuerte die erstmals konsolidierte Actionsportmarke Volcom, die PPR im Frühjahr gekauft hatte, 82,1 Millionen Euro zum Umsatz bei. Das gesamte Segment steigerte damit seine Erlöse um 17,8 Prozent (währungsbereinigt +9,9 Prozent) auf 923,7 Millionen Euro.

Die in den vergangenen Jahren gezielt verkleinerte Einzelhandelssparte musste hingegen einen Umsatzrückgang um 5,5 Prozent (währungsbereinigt -4,8 Prozent) auf 1,65 Millionen Euro hinnehmen. Sowohl die Warenhäuser von Fnac (-4,0 Prozent, währungsbereinigt -4,3 Prozent) als auch die Versandhausgruppe Redcats (-7,6 Prozent, währungsbereinigt -5,6 Prozent) verfehlten das Vorjahresniveau.

Foto: Gucci, Fotograf Nathaniel Goldberg