| Neuer Chef für Marks & Spencer |
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| Mittwoch, 18 November 2009 | |
Der britische Handelskonzern Marks & Spencer hat nach langer Suche einen neuen Chief Executive Officer gefunden. Damit endet im kommenden Jahr die umstrittene Amtszeit von Stuart Rose als Executive Chairman. Seit dem vergangenen Jahr hatte
Rose, M&S-CEO seit 2004, das Traditionshaus als Executive Chairman geführt. Diese Doppelfunktion mit ihrer immensen Machtkonzentration löste jedoch massive Kritik aus, da sie den gängigen Corporate-Governance-Vorschriften zuwiderlief. Im Sommer sprach sich eine große Zahl von Aktionären auf der Hauptversammlung des Konzerns dafür aus, beide Ämter – CEO und Chairman - wieder voneinander zu trennen. Rose war im Vorfeld sogar zum Rücktritt aufgefordert worden.
Auf Bolland wartet im kommenden Jahr nicht nur eine Menge Arbeit, er tritt auch den wohl prestigeträchtigsten Posten im britischen Einzelhandel an. Wer den Traditionskonzern führt, gilt im Vereinigten Königreich als „King of the High Street“ - so formulierte es zumindest die Tageszeitung The Guardian. Der neue M&S-Chef kommt mit reichlich Vorschusslorbeeren: Immerhin konnte die Supermarktkette Morrisons unter seiner Führung trotz Rezession und Konsumflaute in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Zuwachsraten erzielen. Foto: Marks & Spencer |

Der britische Handelskonzern Marks & Spencer hat nach langer Suche einen neuen Chief Executive Officer gefunden. Damit endet im kommenden Jahr die umstrittene Amtszeit von Stuart Rose als Executive Chairman. Seit dem vergangenen Jahr hatte
Rose, M&S-CEO seit 2004, das Traditionshaus als Executive Chairman geführt. Diese Doppelfunktion mit ihrer immensen Machtkonzentration löste jedoch massive Kritik aus, da sie den gängigen Corporate-Governance-Vorschriften zuwiderlief. Im Sommer sprach sich eine große Zahl von Aktionären auf der Hauptversammlung des Konzerns dafür aus, beide Ämter – CEO und Chairman - wieder voneinander zu trennen. Rose war im Vorfeld sogar zum Rücktritt aufgefordert worden.
Am Mittwoch konnte Marks & Spencer nun endlich einen neuen Chef und damit eine Lösung des Konflikts präsentieren. Dabei entschied sich der Konzern gegen eine interne Berufung. Statt eine bewährte Führungskraft zu befördern, wird Marc Bolland an die Spitze des Konzerns rücken. Der 50-jährige gebürtige Niederländer kommt vom britischen Handelskonzern Morrisons, den er als CEO in den vergangenen Jahren erfolgreich geführt hatte. Wann Bolland seinen neuen Posten übernehmen wird, ist noch nicht klar. Marks & Spencer sprach lediglich von einem Termin im kommenden Jahr, der noch bekannt gegeben werde. Sein derzeitiger Arbeitgeber Morrisons teilte mit, dass Bolland bis zum Abschluss des laufenden Geschäftsjahres, das Anfang Februar 2010 endet, im Amt bleiben werde. Stuart Rose, der schon vor längerer Zeit seinen Rücktritt für den Sommer 2011 angekündigt hatte, wird bis zu seinem Ausscheiden als „Part-time Chairman“ im Unternehmen bleiben, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.