| Metro-Konzern bleibt Großbaustelle |
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| Mittwoch, 17 März 2010 | |
Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro AG hat nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr einschneidende Strukturreformen beschlossen. Im Zentrum der Maßnahmen steht die wichtigste Vertriebslinie, die Großmarkt-Kette Metro Cash
& Carry.Metro Cash & Carry wird demnach in zwei Geschäftseinheiten aufgeteilt. Die eine ist künftig für die Region Europa/MENA zuständig. Geführt wird sie von Joël Saveuse, der zudem im Konzernvorstand weiter für die Supermarktkette Real verantwortlich bleibt. Die zweite Einheit unter Führung von Frans Muller umfasst Asien und die „neuen Märkte“. „Die neue Struktur trägt der hohen Bedeutung von Metro Cash & Carry für den Gesamtkonzern sowie den deutlich unterschiedlichen regionalen Markt-Anforderungen Rechnung,“ erläuterte der Konzern. Zudem würden mit den beschlossenen Maßnahmen die erfolgreiche Umsetzung des laufenden Sanierungs-Programms „Shape 2012“ und „die mittelfristige Beschleunigung der internationalen Expansion“ erleichtert. Darüber hinaus wird die Vertriebslinie Cash & Carry enger mit dem Mutterkonzern verzahnt. Die Führungs- und Verwaltungsfunktionen der Konzernholding Metro AG und von Metro Cash & Carry sollen den Plänen zufolge „weitgehend integriert“ werden. So würden bestehende Doppelfunktionen vermieden, das Unternehmen gewinne an „Effektivität in der Führung“ und könne zugleich Kosten senken, erklärte der Konzern.Metro Cash & Carry hatte im abgelaufenen Jahr einen Umsatzrückgang um 7,6 Prozent (währungsbereinigt -2,5 Prozent) auf 30,6 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Das Segment habe unter „einer krisenbedingt starken Kaufzurückhaltung bei Nicht-Lebensmitteln vor allem in Osteuropa“ gelitten, hieß es zur Begründung. Beim operativen Ergebnis blieb die Vertriebslinie daher als einziges Konzernsegment deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das EBIT vor Sonderfaktoren sank um 17,8 Prozent. Die Supermarktkette Real meldete einen Umsatzrückgang um 2,9 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro, was aber vor allem auf negative Wechselkurseffekte zurückzuführen war. Währungsbereinigt ergab sich ein Zuwachs um 1,3 Prozent. Die Elektronikmärkte von Saturn und Media Markt blieben hingegen auf Wachstumskurs. Ihre Umsätze stiegen um 3,7 Prozent (währungsbereinigt +5,5 Prozent) auf 19,7 Milliarden Euro. Die Kaufhauskette Galeria Kaufhof musste einen Umsatzrückgang um 1,9 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro hinnehmen. In Deutschland gaben die Umsätze um 2,2 Prozent nach und beliefen sich auf 3,2 Milliarden Euro. Das EBIT vor Sonderfaktoren konnte trotzdem von 115 auf 119 Millionen Euro gesteigert werden. Der Verkauf des Segments steht nach wie vor auf der Agenda. Konzernchef Eckard Cordes betonte aber erneut, dass man sich nicht unter Druck setzen lasse. „Der richtige Zeitpunkt ist ausschließlich finanziell motiviert,“ bekräftigte er am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz. Zwar sei die Lage auf den Finanzmärkten besser als vor einem Jahr, wann ein Kaufhof-Verkauf zu lukrativen Konditionen realisierbar sei, könne er aber nicht sagen. Der Konzernumsatz der Metro Group belief sich im vergangenen Jahr auf 65,6 Milliarden Euro. Er sank gegenüber dem Vorjahreswert von 68,0 Milliarden Euro aufgrund negativer Wechselkurseffekte um 3,6 Prozent. Währungsbereinigt entspricht das einem leichten Plus von 0,2 Prozent. Das operative Ergebnis sank um 15,3 Prozent von 2,22 auf 2,02 Milliarden Euro. Bereinigt um Sondereffekte gab es um 8,9 Prozent nach. Der Konzernüberschuss nach Minderheitenanteilen lag bei 383 Millionen Euro und damit um 4,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 401 Millionen Euro. |


Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro AG hat nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr einschneidende Strukturreformen beschlossen. Im Zentrum der Maßnahmen steht die wichtigste Vertriebslinie, die Großmarkt-Kette Metro Cash
& Carry.
Darüber hinaus wird die Vertriebslinie Cash & Carry enger mit dem Mutterkonzern verzahnt. Die Führungs- und Verwaltungsfunktionen der Konzernholding Metro AG und von Metro Cash & Carry sollen den Plänen zufolge „weitgehend integriert“ werden. So würden bestehende Doppelfunktionen vermieden, das Unternehmen gewinne an „Effektivität in der Führung“ und könne zugleich Kosten senken, erklärte der Konzern.

