| Metro: Umsatz stagniert |
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| Mittwoch, 04 November 2009 | |
Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro zeigte sich in den vergangenen neun Monaten zwar nicht besonders wachstumsfreudig, konnte seinen Umsatz jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum immerhin um 0,3 Prozent steigern, wenn auch
nur währungsbereinigt. Real sanken die Umsatzerlöse um 3,7 Prozent auf 46,1 Milliarden Euro, ein nach Meinung des Firmenmanagements „moderater“ Rückgang, gerade „verglichen mit anderen Zweigen der Wirtschaft“.
Geschuldet sei die Negativentwicklung vor allem negativen Währungseffekten in Osteuropa und nachlassender Inflation bei Lebensmitteln, heißt es aus der Konzernzentrale. Immerhin konnte sich Metro auf dem deutschen Kernmarkt einigermaßen behaupten und mit 18,4 Milliarden Euro nahezu genauso viel umsetzen wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dazu beigetragen hätten insbesondere flächenbereinigte Umsatzzuwächse der Elektronikmärkte Media Markt und Saturn im ersten und dritten Quartal sowie der Supermarktkette Real im zweiten Quartal.
Der Umsatzverlauf im internationalen Geschäft sei von Januar bis September 2009 durch signifikante Währungseffekte belastet worden, lässt Metro mitteilen. Während der Umsatz vor Währungseffekten um um 0,9 Prozent angestiegen sei, sank der Wert in Euro um 5,6 Prozent. auf 27,7 Milliarden Euro. Der internationale Umsatzanteil ging demzufolge von 61,2 auf 60,0 Prozent zurück. Größtes Sorgenkind der Metro Gruppe bleibt die angeschlagene Kaufhauskette Galeria Kaufhof, die weiterhin tiefrote Zahlen schreibt. So ging der Umsatz im Abrechnungszeitraum um 2,6 Prozent zurück, anscheinend verursacht durch einen deutlichen Rückgang auf dem Textilmarkt im dritten Quartal. Aufgrund der warmen Witterung sei der Verkauf der Herbst-/Winterkollektion nur sehr verhalten gestartet, so die Begründung der Unternehmensführung. Besonders ärgerlich: die rezessive Entwicklung bei Kaufhof ist nicht neu, sondern mittlerweile zum Normalfall geworden, ebenso wie die Schulden, die beständig wachsen. So verzeichneten die Warenhäuser einen EBIT von minus 72 Millionen Euro. Zurück gingen in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres daher auch die Unternehmensgewinne. Zwar sprechen die Verantwortlichen von einer „deutlichen Trendverbesserung“ im dritten Quartal, das Halbjahr zuvor bescherte Metro jedoch ein eher trostloses Ergebnis. So sank der EBIT zwischen Januar und September vor Sondereffekten auf 748 Millionen Euro, 107 Millionen weniger als in 2008. Der Gewinn vor Steuern erreichte im selben Zeitraum 139 Millionen Euro nach 259 Millionen im vergangenen Jahr. Trotzdem sieht sich die Konzernspitze gut positioniert. Das im Januar 2009 gestartete Effizienz- und Wertsteigerungsprogramm Shape 2012 habe im dritten Quartal erstmals spürbar zum Ergebnis beigetragen und trotz globaler Rezession für stabile Umsätze gesorgt, so Metro-Chef Eckhard Cordes, der von der Richtigkeit des damit verbundenen, harten Sparkurses überzeugt ist. Es sei „sehr ermutigend“, so Cordes, „dass unser proaktiver Ansatz, Kosten zu managen und Produktivitätsfortschritte zu generieren, bereits erste Früchte trägt". Ob diese jedoch in absehbarer Zeit auch zu ernten sind, bleibt vorerst abzuwarten. Bedenkt man die Entwicklung der Galeria Kaufhof Filialen, dürfte hier wohl bald eher die Motorsäge regieren, als der Erntekorb. |


Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro zeigte sich in den vergangenen neun Monaten zwar nicht besonders wachstumsfreudig, konnte seinen Umsatz jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum immerhin um 0,3 Prozent steigern, wenn auch
nur währungsbereinigt. Real sanken die Umsatzerlöse um 3,7 Prozent auf 46,1 Milliarden Euro, ein nach Meinung des Firmenmanagements „moderater“ Rückgang, gerade „verglichen mit anderen Zweigen der Wirtschaft“.
Allerdings sank der Gesamtumsatz im dritten Quartal 2009 um 1,8 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro, bedingt durch den Umstand, dass in den Vorjahreszahlen noch Logistikleistungen für die bereits abgegebenen Extra-Märkte und die inzwischen veräußerte AXXE Reisegastronomie enthalten waren. Bereinigt um diese entfallenen Einnahmen lag der Umsatz im dritten Quartal nahezu auf Vorjahresniveau.

