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Konsumklima: Leichte Abkühlung vor Weihnachten |
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Mittwoch, 25 November 2009 |
Das jährliche Weihnachtsgeschäft hat für den Einzelhandel entscheidende Bedeutung. Da erscheint es doch beunruhigend, dass die Kauflaune der Deutschen ausgerechnet vor den Festtagen weiter nachlässt. Die Experten der Gesellschaft für
Konsumforschung (GfK) schließen aber eine „positive Überraschung“ im Weihnachtsgeschäft noch nicht aus.
Wie das Marktforschungsinstitut am Mittwoch mitteilte, wird der Konsumklimaindex im Dezember voraussichtlich im zweiten Monat hintereinander sinken. Für den November ermittelte das Institut einen Wert von 4,0 Punkten, für den Dezember prognostizierte es nur noch 3,7 Punkte. Zur Begründung für den Abwärtstrend führten die Marktforscher vor allem die unter den Verbrauchern weiter steigende Angst vor Arbeitslosigkeit an.
Auch die allgemeine Konjunkturentwicklung sehen die Deutschen derzeit skeptisch. Das ist insofern erstaunlich, als die zuletzt veröffentlichten Prognosen zur wirtschaftlichen Lage doch recht positiv ausfielen. Trotzdem sank der Index für die Konjunkturerwartung von 8,7 Punkten im Oktober auf 0,9 Punkte im November. Vor einem Jahr, als die Ausmaße der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich wurden, lag der Index allerdings bei -30,1 Punkten.
Im Kielwasser der niedrigeren Konjunkturerwartung sank auch der Index für die individuelle Einkommenserwartung. Nach 12,9 Punkten im Oktober erreichte er im laufenden Monat nur noch einen Wert von 6,2 Punkten. Neben der Sorge um die eigenen Einkünfte trugen auch die zuletzt wieder steigenden Energiepreise zu diesem Abwärtstrend bei.
Stabil blieb hingegen die individuelle Anschaffungsneigung. Der entsprechende Indikator legte im November verglichen mit dem Vormonat sogar noch einmal um 0,2 Punkte zu und erreichte 26,3 Punkte. „Das Auslaufen der Abwrackprämie im September dieses Jahres beeinträchtigt offenbar die Konsumneigung nicht nachhaltig. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass die Autohändler derzeit versuchen, die Kauflust der Verbraucher mit verstärkten Rabatten aufrecht zu erhalten,“ erläuterten die Konsumforscher.
Was bedeutet das etwas diffuse Gesamtbild – sinkende Konjunkturerwartung einerseits, stabile Anschaffungsneigung andererseits – nun für das Weihnachtsgeschäft? Die GfK zog in ihrer Studie ein recht optimistisches Fazit: „Die stabile Konsumneigung kann im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft für eine positive Überraschung sorgen, zumal der Handel mit preislich attraktiven Angeboten aufwarten wird,“ erklärten die Experten.
Dabei hatte das Institut erst am vergangenen Wochenende die weit weniger ermutigenden Ergebnisse einer Umfrage, die sie zusammen mit der Tageszeitung „Welt am Sonntag“ durchgeführt hatte, veröffentlicht. Demnach planen derzeit nur 7 Prozent der Deutschen, mehr Geld für Weihnachtsgeschenke auszugeben als im Vorjahr. 26 Prozent der Befragten wollen demgegenüber ihre Ausgaben einschränken. Auch der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels hatte vor kurzem eine eher vorsichtige Prognose abgegeben. Er rechnet damit, dass die Umsätze im Weihnachtsgeschäft im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf etwa 73 Milliarden Euro sinken werden. Für eine gewisse Spannung ist vor den wichtigsten Wochen des Jahres im Einzelhandel angesichts der noch recht unklaren Aussichten also gesorgt.
Foto: Ece
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