Kilian Kerner will wieder international durchstarten

Freitag, 21 November 2014

Die Berliner Kilian Kerner AG brauchte frisches Geld für Investitionen und hat dieses nun im Rahmen einer Kapitalerhöhung am Aktienmarkt eingesammelt. Wie das Unternehmen mitteilt, wurden 400.000 Anteile zu einem Preis von je einem Euro ausgegeben und das Grundkapital so um 400.000 auf 8.789.264 Euro erhöht.

Seit dem Managementwechsel im April 2014 und der Verpflichtung des neuen mode- und vertriebserfahrenen CEOs Stefan Ober wurde die Restrukturierung des Kilian Kerner-Konzerns in den vergangenen sechs Monaten weiter vorangetrieben. Zugleich ist das nationale aber insbesondere auch das internationale Interesse an Kilian Kerner Unternehmensangaben zufolge stark gewachsen. Um die Etablierung und Expansion der Marke zu forcieren und gleichzeitig das weitere Wachstum des Konzerns eigenkapitalschonend zu gestalten, wurde die in Frankfurt am Main ansässige Dricon Managing Consultants AG mit der Stärkung der Fremdkapitalseite im Umfang von bis zu 15 Millionen Euro mandatiert.

Eröffnung von 20 Filialen geplant

Nach einem recht holprigen Start und einer viel zu ambitionierten Wachstumsstrategie, die das Unternehmen fast in die Pleite geführt hätte, scheint ein Ausbau der Marke in kleinen Schritten nun die richtige Strategie zu sein. Vor allem der vorläufige Rückzug aus dem britischen Markt, wo Kilian Kerner viel Geld verbrannt hatte, war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gesundung des Berliner Labels. Zugleich erhöhte das Management die Einnahmen durch eine forcierte Franchise-Politik und stellte so die Weichen für ein solides Wachstum.

Nun sollen weitere Schritte folgen, um Kilian Kerner doch noch zum international erfolgreichen Modelabel zu machen. So erwarten die Verantwortlichen bereits gegen Ende des ersten Halbjahres 2015, die anvisierten 15 Millionen Euro eingesammelt zu haben. Das frische Kapital soll dann vor allem zum Aufbau eigener Flagship-Stores sowie zum Aus- und Aufbau eigener Vertriebsstrukturen im In- und Ausland verwendet werden. Bis 2018 will das Unternehmen 20 eigene Flagship-Stores in Europa und insbesondere auch in Russland, dem Mittleren Osten und in Asien eröffnen, und das möglichst ohne erneut Verluste einzufahren.

Parallel dazu soll auch die Vermarktung der eigenen Markenrechte über Lizenzen in unterschiedlichen Bereichen wie Pflege, Beauty oder Accessoires weiter vorangetrieben werden, um die Risiken der Flächenexpansion von vornherein zu minimieren. Ziel sei es, so Firmenchef Ober, Kilian Kerner doch noch zu einem internationalen Mode- und Lifestyle-Konzern auszubauen.

Foto: Kilian Kerner