sky content L jobboard light 120x600 201304

Internationale Anbieter entdecken deutschen Einzelhandel
E-Mail
Freitag, 19 November 2010
In der deutschen Einzelhandelslandschaft gewinnen international ausgerichtete Anbieter zunehmend an Bedeutung. Das ist das Kernergebnis einer Studie, die das Maklerhaus Jones Lang LaSalle in dieser Woche vorlegte. Das auf Einzelhandelsflächen spezialisierte Maklerhaus hatte die Neuvermietungen von gut gelegenen Ladenflächen in den ersten neun Monaten des Jahres untersucht. 495 Abschlüsse, die eine Gesamtfläche von 255.000 Quadratmetern umfassten, wurden dafür ausgewertet.

Mehr als die Hälfte der untersuchten Neuverträge – genau genommen 53 Prozent – wurden von international operierenden Unternehmen getätigt. „Besonders die internationalen Newcomer sind auf der Suche nach Topflächen und beleben das Geschäft nachhaltig. Etliche namhafte internationale Konzepte, die zunächst mit einer Testfiliale an den Start gegangen sind, haben jetzt die Entscheidung für eine breiter angelegte Expansion gefällt“, erläuterte Doris von Muschwitz, die bei Jones Lang LaSalle den Bereich Einzelhandelsvermietung in Deutschland leitet. Der Markt zeige derzeit insgesamt „eine hohe Dynamik“, internationale Konzepte würden angesichts der vorliegenden Erkenntnisse weiter an Bedeutung gewinnen. „Besonders interessiert zeigen sich derzeit Anbieter aus den Nachbarländern Frankreich, Holland, Italien und der Schweiz. Vermehrt kommen Anfragen aus den skandinavischen Ländern. Traditionell stark zeigt sich zudem Großbritannien“, so Doris von Muschwitz.

Gemessen am Flächenvolumen ist die Bekleidungsbranche der mit Abstand wichtigste Neumieter. In den ersten neun Monaten des Jahres entfielen allein 52 Prozent oder 132.000 Quadratmeter der neu vermieten Flächen an Textilanbieter. Auf Outdoor- und Sportkonzepte entfielen 7 Prozent der untersuchten Fläche, auf Schuh- und Lederwarenanbieter 4 Prozent.

Innerhalb der Textilsparte waren Young-Fashion-Anbieter am expansionsfreudigsten: 42,9 Prozent der von Branchenvertretern angemieteten Flächen entfielen auf sie. Es folgten kombinierte DOB/HAKA-Konzepte (18,4 Prozent), Bekleidungshäuser (14,1 Prozent), reine Damenmodeanbieter (8,9 Prozent) und Textildiscounter (5,7 Prozent). Diese Konzepte benötigen aber auch besonders große Läden. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass auf Anbieter „exklusiver Mode“ lediglich 0,7 Prozent der Neuvermietungen im Bekleidungsbereich beanspruchten.

Foto: Hennes & Mauritz


Bookmark or Share

| More

sky content R education 120x600 201304