IMB 2012 abgesagt

Mittwoch, 13 Juli 2011

Die Kölner Sourcing Messe IMB World of Textile Processing wird im kommenden Jahr nicht wie geplant stattfinden. Nach Angaben der Organisatoren von der Koelnmesse erfüllt die Schau nicht die von den Verantwortlichen vorgegebenen Anforderungen. Man habe in den letzten Monaten „intensiv mit Branchenvertretern strategische Optionen in Bezug auf die zukünftige Ausrichtung der IMB World of Textile Processing analysiert,“ heißt es in einem Schreiben der Koelnmesse.

Nach Einschätzung des Managements sei eine „nachhaltig wirtschaftliche Durchführung in den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht gegeben“. Ausschlaggebend für die Entscheidung war das sogenannte „Effizienzprogramm 2012 plus“, das die Veranstalter vor geraumer Zeit aufgesetzt haben und klare Bedingungen an die Erfolgsaussichten künftiger Veranstaltungen stellt. So sei das gesamte Veranstaltungsportfolio auf Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Wirtschaftlichkeit überprüft worden, heißt es aus Köln.

In der Prognose für die IMB 2012 hätten gerade diese beiden wichtigen Fragen nicht positiv beantwortet werden können, lassen die Organisatoren wissen. Insgesamt zeige das Effizienzprogramm nämlich bereits erste Erfolge. So konnte die Koelnmesse nach der ersten Jahreshälfte eine durchaus positive Bilanz ziehen: „Alle 29 Messen und Kongresse haben sehr erfolgreich abgeschlossen, mit zum Teil zweistelligen Zuwachsraten auf Aussteller- und Besucherseite“.

Durch das aktive Portfolio- und Kostenmanagement werde eine Ergebnissteigerung realisiert, die bereits 2013 über 10 Millionen Euro im Jahr erreichen und das Unternehmen ab 2015 nachhaltig in die Gewinnzone bringen solle. Schwächere Events wie die IMB würden diese Erfolgsbilanz jedoch voraussichtlich relativieren und bergen die Gefahr, gewinnseitig zur Belastung zu werden.

Welche anderen Messen das Streichkonzert der Koelnmesse noch treffen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Fraglich ist auch, ob es die IMB nach einer strategischen Neuausrichtung wieder ins Messeportfolio der Domstadt schaffen kann. Aktuell sieht es so aus, als wäre das Konzept endgültig ein Relikt der Vergangenheit.

Foto: Koelnmesse