| Hugo Boss bleibt auf Kurs |
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| Dienstag, 30 Oktober 2012 | |
Das Metzinger Modeunternehmen Hugo Boss blieb von der allgemeinen Absatzflaute bislang weitgehend verschont und konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sogar umsatzseitig etwas zulegen. Man sei im
Berichtszeitraum profitabel gewachsen, insbesondere beim eigenen Einzelhandel. Dieser habe mit einem zweistelligen Umsatzanstieg besonders zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, so die Konzernführung.
Zwischen Im dritten Quartal 2012 entwickelten sich die Umsatzerlöse auf währungsbereinigter Basis insgesamt stabil. In Euro verzeichnete der Konzern ein Plus von fünf Prozent auf 646 Millionen Euro. Dabei ging der Umsatz in Europa aufgrund der Entwicklung des Großhandelsgeschäfts ohne Währungseffekte um vier Prozent zurück. In der Region Amerika war der US-amerikanische Markt hingegen der wesentliche Treiber für ein währungsbereinigtes Plus von 13 Prozent. Die Region Asien verzeichnete ebenfalls eine stabile Entwicklung auf währungsbereinigter Basis. Während das Wachstum in China gegenüber dem vorangegangenen Quartal anzog und bei fünf Prozent lag, entwickelten sich vor allem der australische und der japanische Markt schwächer. Im Großhandelsbereich lag der Umsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um neun Prozent unter dem Vorjahr. Eine Entwicklung, die vor allem durch die Veränderung des Kollektions- und Auslieferungsrhythmus und der damit verbundenen erstmaligen Auslieferung eines bedeutenden Anteils der Herbstkollektion bereits im zweiten Quartal negativ beeinflusst worden sei, so das Konzernmanagement. Zudem hätten viele Einzelhandelspartner ihre Bestellungen infolge des stärker saisonbezogenen Kollektionsrhythmus nun gleichmäßiger über das Jahr verteilt, wodurch das zweite und vierte Quartal kontinuierlich an Bedeutung gewännen. Der eigene Einzelhandel inklusive Outlets und Online-Geschäft verzeichnete hingegen ein währungsbereinigtes Wachstum von 15 Prozent, auf vergleichbarer Fläche um zwei Prozent. Durch den Ausbau des eigenen Einzelhandels und den damit verbundenen Kostensteigerungen und höheren Marketingaufwendungen, die im dritten Quartal nicht durch ein entsprechendes Umsatzwachstum ausgeglichen werden konnten, verringerte sich das EBITDA vor Sondereffekten um sieben Prozent auf 165 Millionen Euro. „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Gesamtjahresziele trotz des schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds erreichen werden“, so Claus-Dietrich Lahrs, Vorstandsvorsitzender der Hugo Boss AG. „Die Änderung unseres Kollektionsrhythmus hat im Großhandelsgeschäft zu einer Umsatzverlagerung vom dritten in das vierte Quartal geführt und damit unsere traditionell starke Ergebnissituation im dritten Quartal beeinträchtigt.“ Mit dem Wintergeschäft werde man nun im vierten Quartal zu einem zweistelligen Umsatz- und Ergebniswachstum zurückkehren. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet Lahrs weiterhin ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von bis zu zehn Prozent. Während sich der Umsatz im Großhandelsgeschäft ungefähr stabil entwickeln soll, wird für den eigenen Einzelhandel ein zweistelliger Anstieg prognostiziert. Für das vierte Quartal werden sogar zweistellige Umsatz- und Ergebniszuwächse erwartet. Der Konzern geht davon aus, im Jahresverlauf rund 80 neue eigene Stores und Shop-in-Shops zu eröffnen. Infolge der geplanten Ausweitung des eigenen Einzelhandelsnetzwerks, von Renovierungen bestehender Stores sowie Infrastrukturprojekten wie dem Bau eines neuen Liegewarenlagers sollen jedoch auch die Investitionen den Vorjahreswert übertreffen. Für das operative Ergebnis wird trotzdem ein Anstieg zwischen zehn und zwölf Prozent erwartet. Foto: Hugo Boss |


Das Metzinger Modeunternehmen Hugo Boss blieb von der allgemeinen Absatzflaute bislang weitgehend verschont und konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres sogar umsatzseitig etwas zulegen. Man sei im
Berichtszeitraum profitabel gewachsen, insbesondere beim eigenen Einzelhandel. Dieser habe mit einem zweistelligen Umsatzanstieg besonders zu dieser positiven Entwicklung beigetragen, so die Konzernführung.
Januar und September 2012 stieg der Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis um sieben Prozent und in der Berichtswährung um elf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Europa verzeichnete dabei ein währungsbereinigtes Wachstum von sechs Prozent, während sich der Umsatz in Amerika und Asien/Pazifik sich um 13 bzw. fünf Prozent verbesserte. Der Großhandelsumsatz lag währungsbereinigt um ein Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum, während der eigene Einzelhandel zugleich 19 Prozent hinzugewann. Flächen- und währungsbereinigt betrug der Zuwachs in diesem Vertriebskanal fünf Prozent. Das EBITDA vor Sondereffekten verbesserte sich um fünf Prozent auf 392 Millionen Euro. 
