| H&M fordert höheren Mindestlohn in Bangladesch |
|
| Mittwoch, 05 September 2012 | |
H&M setzt sich für einen höheren Mindest- und Jahreslohn in Bangladesch ein. Bei einem Treffen am Montag verlangte Karl-Johan Persson, CEO der schwedischen Modekette, von Premierministerin Sheikh Hasina höhere Löhne für die Textilarbeiter
des Landes.
Persson Bangladesch ist ein wichtiger Beschaffungsmarkt für H&M. Der Konzern kauft dort bereits seit 1982 bei Lieferanten ein und eröffnete 1983 ein eigenes Produktionsbüro in Dhaka. Eigene Fabriken betreiben die Schweden in dem Land nicht und verfügen dementsprechend über kein Mitspracherecht bei den Löhnen, “aber wie alle Unternehmen, die Produkte aus Bangladesch kaufen, hat H&M eine Verantwortung gegenüber jedem, der zu dem Erfolg des Unternehmens beiträgt”. Bangladesch exportierte 2011 Bekleidung im Wert von 19 Milliarden Dollar. H&M gilt mit Kleidung im Wert von 1,5 Milliarden Dollar als größter europäischer Einkäufer für Waren des Landes. Foto: H&M |


H&M setzt sich für einen höheren Mindest- und Jahreslohn in Bangladesch ein. Bei einem Treffen am Montag verlangte Karl-Johan Persson, CEO der schwedischen Modekette, von Premierministerin Sheikh Hasina höhere Löhne für die Textilarbeiter
des Landes.
fordert die Regierung von Bangladesch auf, den lokalen Mindestlohn jährlich zu überprüfen und Faktoren wie die nationale Inflation und den Verbraucherpreisindex zu berücksichtigen. Der Mindestlohn der Textilarbeiter wurde im Jahr 1994 festgelegt und bis heute nur zweimal in den Jahren 2006 und 2010 angepasst. H&M sei laut Persson an einer “langfristigen Zusammenarbeit” mit den Lieferanten aus Bangladesch interessiert, “aber wir wollen auch, dass die Arbeiter faire Löhne bekommen.” 

