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Gute Stimmung auf Berliner Messen
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Samstag, 07 Juli 2012
Noch gibt es keine offiziellen Zahlen, allem Anschein nach waren die Berliner Messen aber auch in dieser Saison ziemlich erfolgreich. Auf der Premium drängten sich schon kurz nach der Eröffnung die Besucher und auch auf der Bread & Butter herrschte reges, entspanntes Treiben.

Dabei war die Modewoche nicht ohne Misstöne gestartet. Bread & Butter-Chef Karl-Heinz Müller hatte in Interviews die Situation der Branche in Berlin kritisiert, sogar Gerüchte über einen möglichen Abschied der Messe aus der Hauptstadt machten die Runde. Aber die Gegenwart sah in den vergangenen Tagen dann doch alles andere als schlecht aus.

Die Bread & Butter hatte wie schon in der vergangenen Saison die Abgänge namhafter Aussteller zu verkraften. So waren Levi’s, Bench und Calvin Klein Jeans aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in Tempelhof vertreten. Dafür wurden deutsche Marken wie Tom Tailor, Soccx oder Alberto, die nicht unbedingt als progressive Vertreter der Zunft gelten, ins Portfolio genommen. In Krisenstimmung brachte das die Messe nicht: Stattdessen feierte sie im eigens errichteten „Tempel of Denim“ – kein Rechtschreibfehler übrigens, sondern eine Anspielung auf den Standort Tempelhof - mit einer Performanceshow unter dem Motto „Denim Religion“ die Rückkehr zu den wahren Werte der blauen Hosen.

Die Premium hatte hingegen keine Identitätsprobleme. Sie konnte mit zahlreichen neuen Ausstellern – 23 Prozent und damit fast ein Viertel der vertreten Labels waren erstmals dabei – und einigen neuen Bereichen aufwarten, etwa der Area „7th Heaven“, mit der kleinen Avantgardelabels ein eigener, separierter Bereich mit besonderer Gestaltung – die Stände sind durch transparente Vorhänge getrennt – geschaffen wurde. Zudem gab es mit „Premium Jewels“ erstmals eine eigene Fläche für Schmuckanbieter.

Neben den beiden großen haben sich in Berlin mittlerweile zahlreiche kleinere Messen mit ganz unterschiedlichen Zielgruppen angesiedelt. So etwa „The Gallery“. Die Messe im „Café Moskau“ wird von der Düsseldorfer Igedo Company ausgerichtet und kann auf erfolgreiche Tage zurückblicken: Sie meldete bereits ein „deutliches Besucherplus“. Insgesamt 2.300 Fachbesucher wurden gezählt. Philipp Kronen von der Igedo versicherte, die Messe werde auch im kommenden Januar ins Café Moskau zurückkehren.

Die Skate- und Streetwearmesse Bright wird ihrem angestammten Quartier hingegen untreu: Sie zieht vom ehemaligen Stasi-Hauptquartier im etwas abgelegenen Stadtteil Lichtenberg mitten ins Zentrum. Im kommenden Januar wird sie die Alte Münze am Molkenmarkt bespielen. Die ist deswegen frei, weil die Messer Capsule, die dort bisher ansässig war, schon in dieser Saison in den Postbahnhof am Ostbahnhof umgezogen ist.

Foto: Bread & Butter


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