| Gewinneinbruch bei Calida |
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| Freitag, 25 Juli 2008 | |
Der schweizerische Wäschekonzern Calida-Gruppe musste nach enttäuschenden Geschäften im ersten Halbjahr seine Prognosen für das Gesamtjahr senken. Das Unternehmen aus Sursee gab am Freitag bekannt, dass derUmsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres
lediglich um 1,5 Prozent auf 106,3 Millionen Schweizer Franken (65,4 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden konnte. Damit verfehlte Calida die im vergangenen Jahr vorgelegten Zuwachsraten deutlich. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte das Unternehmen noch ein Umsatzplus von 6 Prozent erreicht.
Verantwortlich machte Felix Sulzberger, der CEO des Konzerns, die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: „Die europäische Bekleidungsindustrie stand in den ersten sechs Monaten des Jahres unter dem Einfluss einer zunehmend gedrückten Konsumentenstimmung. Die jüngste Entwicklung hat unsere Wachstumsdynamik etwas verlangsamt, mittelfristig sind wir aber unverändert vom Erfolg unserer starken Marken überzeugt,“ erklärte er.
Verfehlte schon die Umsatzentwicklung die Erwartungen, so brachen die Gewinne im ersten Halbjahr regelrecht ein: Das Betriebsergebnis (EBIT) fiel von 6,8 Millionen Schweizer Franken auf 5,0 Millionen Schweizer Franken (etwa 3,1 Millionen Euro), der Periodenüberschuss sogar von 5,8 Millionen Schweizer Franken auf 3,1 Millionen Schweizer Franken (etwa 1,9 Millionen Euro). „Dies ist darauf zurückzuführen, dass das eigene Retailgeschäft in der Aufbauphase noch nicht die gleiche Marge abwirft wie das Großhandelsgeschäft. Überdies führte der unter den Erwartungen liegende Absatz zu höheren Wertberichtigungen auf den Vorräten, erläuterte der Konzern. Auf der Basis der vorgelegten Halbjahreszahlen korrigierte Calida seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr nach unten. Insgesamt herrscht jedoch noch keine Krisenstimmung: „Da Calida und Aubade in ihren jeweiligen Marktsegmenten sehr gut positioniert sind, kann davon ausgegangen werden, dass die mittelfristigen Ertragsziele trotz der zurzeit schwachen Marktverfassung erreicht werden,“ beruhigte das Unternehmen. Bild: Calida |


Der schweizerische Wäschekonzern Calida-Gruppe musste nach enttäuschenden Geschäften im ersten Halbjahr seine Prognosen für das Gesamtjahr senken. Das Unternehmen aus Sursee gab am Freitag bekannt, dass derUmsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres
lediglich um 1,5 Prozent auf 106,3 Millionen Schweizer Franken (65,4 Millionen Euro) gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden konnte. Damit verfehlte Calida die im vergangenen Jahr vorgelegten Zuwachsraten deutlich. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte das Unternehmen noch ein Umsatzplus von 6 Prozent erreicht.
Die Hauptmarke Calida konnte ihre Umsätze um 4 Prozent steigern, während beim zum Konzern gehörenden Luxuswäschelabel Aubade trotz fortgesetzter Filialexpansion ein Umsatzminus von 1,2 Prozent zu Buche stand. Positiv entwickelte sich immerhin das eigene Einzelhandelsgeschäft: Die Shops von Calida und Aubade meldeten ein flächenbereinigtes Umsatzwachstum um gut 9 Prozent. „Diese Entwicklung bestätigt die Calida-Gruppe in ihrer Strategie, markenspezifische Verkaufsflächen wie Markenstores und Shop-in-Shops weiter auszubauen. Damit kann erfolgreich der strukturellen Schwäche im traditionellen Detailhandel begegnet und die Marktexpansion in eigener Regie kontrolliert vorangetrieben werden,“ betonte das Unternehmen.

