| Esprit vollzieht Führungswechsel |
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| Mittwoch, 26 September 2012 | |
Jose Manuel Martínez Gutiérrez ist ab sofort neuer CEO des Bekleidungskonzerns Esprit Holdings Ltd. Am Mittwoch trat der ehemalige Inditex-Manager die Nachfolge von Ronald van der Vis an. Der Niederländer hatte seinen Rückzug aus „familiären
Gründen“ bereits vor Wochen angekündigt. Er wird seinem Nachfolger noch bis zum Jahresende beratend zur Seite stehen, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen.
Die Zuletzt sahen die Zahlen allerdings noch nicht wirklich rosig aus: Der Konzernumsatz fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12, das am 30. Juni abgeschlossen wurde, im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 Prozent (währungsbereinigt -10,5 Prozent) von 33,8 auf 30,2 Milliarden Hongkong-Dollar, umgerechnet also rund 3,0 Milliarden Euro. Dabei litt Esprit einerseits unter den schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, andererseits trugen aber auch geplante Einschnitte zum Umsatzrückgang bei. Das Unternehmen nannte in diesem Zusammenhang "die konsequenten Entscheidungen im Rahmen des Transformationsplans, unrentable Stores zu schließen, sich aus dem nordamerikanischen Markt zurückzuziehen und das Wholesale-Geschäft zu verschlanken". In Europa, der wichtigsten Marktregion, in der Esprit 78,6 Prozent des Konzernumsatzes erwirtschaftete, sanken die Erlöse um 11,3 Prozent (währungsbereinigt -10,5 Prozent) auf 23,7 Milliarden Hongkong-Dollar (2,4 Milliarden Euro). Auch in Deutschland, dem größten nationalen Markt, ging es bergab: Hier lag der Umsatz (einschließlich der Großhandelserlöse in Russland, Polen, der Tschechischen Republik, Slowenien und Griechenland) bei 13,0 Milliarden Hongkong-Dollar (1,3 Milliarden Euro) und damit um 9,0 Prozent (währungsbereinigt -7,5 Prozent) unter dem Vorjahresniveau. Stabiler entwickelten sich die Geschäfte im asiatisch-pazifische Raum. Dort erwirtschaftete Esprit 5,5 Milliarden Hongkong-Dollar, 4,7 Prozent (währungsbereinigt -7,2 Prozent) weniger als im Vorjahr. Vor allem starke Umsatzrückgänge in Asien und Neuseeland (-17,0 Prozent) wirkten sich negativ aus. Beim Ergebnis verbuchte Esprit trotz des Umsatzrückgangs und hoher Investitionen ein deutliches Plus. Verantwortlich waren einmalige Zuschreibungen auf zuvor getätigte Wertberichtigungen im Zusammenhang mit der Schließung von Filialen, insbesondere in Nordamerika. Daher sprang das ausgewiesene Nettoergebnis von 79 auf 873 Millionen Hongkong-Dollar (87,5 Millionen Euro). Foto: Esprit |


Jose Manuel Martínez Gutiérrez ist ab sofort neuer CEO des Bekleidungskonzerns Esprit Holdings Ltd. Am Mittwoch trat der ehemalige Inditex-Manager die Nachfolge von Ronald van der Vis an. Der Niederländer hatte seinen Rückzug aus „familiären
Gründen“ bereits vor Wochen angekündigt. Er wird seinem Nachfolger noch bis zum Jahresende beratend zur Seite stehen, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen.
Zukunft des seit längerem kriselnden Konzern sieht van der Vis angesichts der unter seiner Regie eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen positiv: "Der Transformationsplan ist auf einem guten Weg und hat in seinem ersten Jahr trotz eines schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds gute Fortschritte erzielt", sagte er zum Abschied. "Ich bin mir sicher, dass es diesem Team gelingen wird, das volle Potenzial von Esprit auszuschöpfen und einen langfristigen Mehrwert für alle Beteiligten zu schaffen." 

