| Esprit: Umsatz und Gewinn geschrumpft |
|
| Mittwoch, 26 August 2009 | |
Der Bekleidungskonzern Esprit Holdings Ltd. musste im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Auch der wichtige deutsche Markt, auf dem Esprit insgesamt 45 Prozent des Gesamtumsatzes
erzielte, schwächelte.
Im Geschäftjahr 2008/2009, das am 30. Juni endete, erreichte der Konzernumsatz eine Höhe von 34,485 Milliarden Hongkong-Dollar (3,1 Milliarden Euro). Er blieb damit um 7,4 Prozent unter dem Vorjahreswert von 37,227 Milliarden Hongkong-Dollar. Dabei litt der Konzern vor allem unter ungünstigen Wechselkursveränderungen: Währungsbereinigt sank der Umsatz lediglich um 0,2 Prozent. In Deutschland gaben die Umsätze um 10,8 Prozent (währungsbereinigt -4,0 Prozent) von 17,387 auf 15,502 Milliarden Hongkong-Dollar (1,4 Milliarden Euro) nach. Für Gesamteuropa meldete Esprit einen Umsatzrückgang um 8,9 Prozent (währungsbereinigt -1,9 Prozent) auf 29,419 Milliarden Hongkong-Dollar (2,65 Milliarden Euro). Außer in Deutschland musste der Konzern auch in Italien (-17,5 Prozent, währungsbereinigt -11,4 Prozent) sowie in Großbritannien und Irland (-18,2 Prozent, währungsbereinigt -0,3 Prozent) Umsatzeinbrüche hinnehmen. Im asiatisch-pazifischen Raum stiegen die Umsätze hingegen um 3,6 Prozent (währungsbereinigt +12,0 Prozent) auf 4,221 Milliarden Hongkong-Dollar. In Nordamerika und dem Rest der Welt gaben sie in der Berichtswährung um 1,4 Prozent auf 845 Millionen Hongkong-Dollar nach, währungsbereinigt stiegen sie jedoch um 7,6 Prozent. Positiv entwickelte sich der eigene Einzelhandel: Im Retail-Segment wuchsen die Umsätze weltweit um 1,8 Prozent (währungsbereinigt +10,0 Prozent) auf 16,351 Milliarden Hongkong-Dollar (1,47 Milliarden Euro). Dazu trug nicht nur die fortgesetzte Flächenexpansion, sondern auch eine Umsatzsteigerung auf vergleichbarer Fläche um 3,5 Prozent bei. Allein in Deutschland erweiterte Esprit sein Filialnetz um 24 Shops auf nunmehr 164 Standorte. Die Gesamtverkaufsfläche hierzulande wuchs damit um 13,9 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz belief sich auf 7,913 Milliarden Hongkong-Dollar (713 Millionen Euro) und lag damit um 0,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Währungsbereinigt stiegen die deutschen Retail-Umsätze um 8,1 Prozent, auf vergleichbarer Fläche um durchaus bemerkenswerte 4,7 Prozent. Der Konzern kündigte an, den Ausbau des eigenen Einzelhandels auch in Zukunft forcieren zu wollen.
Vor allem aufgrund des Umsatzrückgangs und höherer Kosten im Zusammenhang mit der Erweiterung des Einzelhandelsnetzes blieb das Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau zurück. Der operative Gewinn belief sich auf 5,729 Milliarden Hongkong-Dollar (516 Millionen Euro), was einen Rückgang um 25,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 37,227 Milliarden Hongkong-Dollar bedeutet. Der auf die Anteilseigner entfallende Jahresüberschuss erreichte eine Höhe von 4,745 Milliarden Hongkong-Dollar (427 Millionen Euro). Er lag damit um 26,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 6,450 Milliarden Hongkong-Dollar. Foto: Esprit |

Der Bekleidungskonzern Esprit Holdings Ltd. musste im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Auch der wichtige deutsche Markt, auf dem Esprit insgesamt 45 Prozent des Gesamtumsatzes
erzielte, schwächelte.
Im Großhandelsgeschäft sanken die weltweiten Umsätze um 14,5 Prozent (währungsbereinigt -8,0 Prozent) auf 17,906 Milliarden Hongkong-Dollar, im Lizenzgeschäft um 0,7 Prozent (währungsbereinigt +1,1 Prozent) auf 228 Millionen Hongkong-Dollar.