Einzelhandelsumsätze schrumpfen weiter E-Mail
Donnerstag, 01 Oktober 2009
Das Konsumklima wird derzeit zwar kontinuierlich besser, der Handel merkt davon allerdings wenig. Ganz im Gegenteil: Die deutschen Einzelhändler mussten im August sogar einen überraschend deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen.

Am Donnerstag teilte das Statistische Bundesamt mit, dass die Umsätze der Branche im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 3,5 und real um 2,6 Prozent gesunken seien. Gegenüber dem Vormonat Juli gab der Umsatz bereinigt um Saison- und Kalendereffekte nach Angaben der Wiesbadener Behörde nominal um 0,7 Prozent und real um 1,5 Prozent nach. Die vorgelegten Zahlen berücksichtigen Daten aus sieben Bundesländern, in denen etwa 76 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes in Deutschland erwirtschaftet werden.

Während der Rückgang im Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren vergleichsweise moderat ausfiel (nominal -2,4 Prozent, real -1,0 Prozent), sanken die Umsätze mit anderen Produkten drastisch (nominal -3,9 Produzent, real -3,5 Prozent). Überproportionale Einbrüche mussten der „sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art“, also die Kauf- und Warenhäuser (nominal -4,0 Prozent, real -5,5 Prozent), sowie vor allem der Internet- und Versandhandel (nominal – 8,3 Prozent, real -9,2 Prozent) hinnehmen. Auch die Umsätze mit Textilien, Bekleidung und Schuhen gaben im Jahresvergleich deutlich nach. Sie sanken nominal um 4,0 Prozent und real um 5,0 Prozent.

Einschließlich der nun vorliegenden Zahlen für den August schrumpften die Einzelhandelsumsätze im bisherigen Jahresverlauf damit gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nominal um 2,4 Prozent und real um 2,0 Prozent. Im Produktsegment Textilien, Bekleidung und Schuhe lagen sie nominal um 0,8 Prozent und real um 1,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Foto: Metro AG


 
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