| Einzelhandel bleibt vorsichtig |
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| Mittwoch, 16 September 2009 | |
Im zweiten Quartal sind die Umsätze der deutschen Einzelhändler deutlich geringer geschrumpft als noch in den ersten drei Monaten des Jahres, und auch die kränkelnde Konjunktur scheint wieder auf dem Wege der Besserung zu sein.
Trotzdem blickt die Branche derzeit noch ausgesprochen vorsichtig in die Zukunft. Zu viele Unsicherheiten verhindern eine optimistischere Einschätzung.
Dabei hatte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), am Mittwoch auf der Herbst-Konjunktur- Insgesamt verbuchte der klassische Einzelhandel in den ersten sieben Monaten des Jahres Umsätze in Höhe von 221,7 Milliarden Euro. Das bedeutete einen Rückgang um nominal 1,7 Prozent oder 3,8 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet Genth nach wie vor mit einem Umsatzrückgang um nominal zwei Prozent. Berücksichtigt ist dabei, dass 2009 zwei Verkaufstage weniger aufweist als das Vorjahr. Diese Tatsache wird die Umsätze nach Angaben des HDE voraussichtlich um 0,7 Prozent drücken. Die Einzelhändler selbst schätzen die Zukunftsperspektiven derzeit noch sehr vorsichtig ein. Das geht aus einer Umfrage des Branchenverbandes hervor, bei der Mehrfachnennungen möglich waren. Demnach rechnen 46 Prozent der Teilnehmer damit, dass „die Krise den Einzelhandel erst im zweiten Halbjahr 2009 voll treffen“ werde. 40 Prozent gehen davon aus, dass das Schlimmste sogar erst im kommenden Jahr bevorstehe. Nur 11 Prozent erklärten, dass die Krise „kaum Auswirkungen auf den Einzelhandel“ habe, 6 Prozent meinten, die Krise „habe den Tiefpunkt bereits erreicht“. 17 Prozent der Befragten stimmten hingegen der Aussage zu, die Krise treffe die Branche „in dramatischer Weise“.
Für das zweite Halbjahr erwarten 24 Prozent der Händler eine Steigerung, 41 Prozent Stagnation und 35 Prozent niedrigere Umsätze. Große Hoffnungen trägt das Online-Geschäft: 53 Prozent der befragten Multi-Channel-Anbieter rechnen hier in diesem Jahr mit einem Umsatzzuwachs. Foto: ECE |

Im zweiten Quartal sind die Umsätze der deutschen Einzelhändler deutlich geringer geschrumpft als noch in den ersten drei Monaten des Jahres, und auch die kränkelnde Konjunktur scheint wieder auf dem Wege der Besserung zu sein.
Trotzdem blickt die Branche derzeit noch ausgesprochen vorsichtig in die Zukunft. Zu viele Unsicherheiten verhindern eine optimistischere Einschätzung.
Dramatisch fiel die Einschätzung der realen Lage allerdings nicht aus: Immerhin 29 Prozent der befragten Einzelhändler sagten sogar, die Geschäftslage habe sich im ersten Halbjahr 2009 verbessert. 32 Prozent registrierten keine Veränderung zum Vorjahreszeitraum, 39 Prozent meldeten eine Verschlechterung. 31 Prozent der Betriebe konnten ihre Umsätze steigern, 27 Prozent das Vorjahresniveau halten, 42 Prozent mussten Rückgänge hinnehmen. „Vergleichsweise gut verlief die Entwicklung im Einzelhandel mit Mode und Schuhen, Möbeln sowie Kosmetik und Körperpflegemitteln. Unternehmen im Bereich Bau- und Heimwerksartikel verzeichneten hingegen häufiger Umsatzrückgänge,“ erläuterte der HDE-Chef.