| Die Teuerung meldet sich zurück |
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| Mittwoch, 09 Dezember 2009 | |
Die anziehenden Benzinpreise machen sich bemerkbar: Erstmals seit Juni sind die Verbraucherpreise im November wieder gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.Wie die Behörde erklärte, stieg der
Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,4 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Oktober gaben die Preise um 0,1 Prozent nach. Die Forscher mussten ihre kürzlich abgegebene Prognose also leicht nach oben korrigieren. Die Energiepreise wirkten sich dabei im November noch einmal dämpfend auf die Teuerungsrate aus: Sie lagen um 2,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ohne diesen Effekt wäre der Verbraucherpreisindex sogar um 0,7 Prozent gestiegen. Die Lebensmittelpreise fielen indessen weiter. Nahrungsmittel waren um 2,2 Prozent billiger als im Vorjahresmonat. Dabei lagen die Preise für Molkereiprodukte und Eier um 4,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau, Speisefette und Öle verteuerten sich um 2,2 Prozent. Teurer wurden auch alkoholische Getränke und Tabakwaren (+3,5 Prozent). Die Preise für Waren blieben insgesamt leicht unter dem Vergleichswert vom November 2008 (-0,4 Prozent). Bekleidung und Schuhe verteuerten sich im Jahresvergleich moderat (+0,1 Prozent), gegenüber dem Oktober gaben die Preise aber um 1,6 Prozent nach. Dienstleistungen waren um 1,0 Prozent teurer als vor einem Jahr. Wesentliche Bereiche des Alltagslebens sind also nach wie vor trotz vereinzelter Preissteigerungen und dem damit verbundenen Anstieg des gesamten Index zumindest nicht teurer oder sogar billiger als vor einem Jahr. Trotzdem dürfte der Anstieg der Teuerungsrate den Einzelhandel weiter beunruhigen. In den vergangenen Monaten waren es gerade die stabilen Verbraucherpreise gewesen, die dafür gesorgt hatten, dass die Kauflaune der Deutschen trotz der Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise vergleichsweise robust geblieben war. Dass nun die Inflationsrate wieder steigt, könnte einen fatalen psychologischen Effekt auf die Verbraucher haben. Foto: ECE |

Die anziehenden Benzinpreise machen sich bemerkbar: Erstmals seit Juni sind die Verbraucherpreise im November wieder gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.Wie die Behörde erklärte, stieg der
Doch die einzelnen Energieprodukte entwickelten sich höchst unterschiedlich: Während die Kosten für Gas (-18,7 Prozent) und Heizöl (-14,9 Prozent) sowie die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (-8,6 Prozent) erneut deutlich unter dem Niveau des Vorjahresmonats blieben, legten die Strompreise um 5,8 Prozent zu. Und erstmals seit einem Jahr zogen auch die Kraftstoffpreise wieder merklich an. Sie lagen im Durchschnitt um 5,6 Prozent über dem Wert vom November 2008. Deutlich teurer war vor allem Superbenzin (+9,6 Prozent), während Diesel nach wie vor billiger ist als vor einem Jahr (-6,2 Prozent).