Calida Gruppe kann weiter wachsen

Montag, 01 August 2011

Die schweizerische Calida Gruppe konnte im vergangenen Halbjahr trotz der Wirtschaftskrise im südeuropäischen Raum ein gutes Geschäftsergebnis erwirtschaften und berichtet ein Umsatzplus von währungsbereinigt 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Durch die Stärke des Schweizer Frankens reduzierte sich die Wachstumsrate zwar auf 2,7 Prozent in Landeswährung, die Verantwortlichen geben sich dennoch sehr zufrieden mit der Unternehmensentwicklung.

So vermochte die Wäschemarke Calida ihren währungsbereinigten Halbjahresumsatz um 4,1 Prozent oder 2,6 Millionen Schweizer Franken zu steigern, während die ebenfalls zur Firmengruppe zählende Marke Aubade sogar um 8,9 Prozent oder 2,1 Millionen Euro zulegte. Wie schon im Vorjahr wurde das Umsatzwachstum bei beiden Marken vornehmlich mit den eigenen Stores erzielt.

Was Konzernchef Felix Sulzberger besonders freut: Auf die Ertragssituation der Gruppe hatte die Währungsentwicklung keine negativen Auswirkungen. Ein Grossteil der Material- und Produktionskosten fällt in US-Dollar und Euro oder in eng an den Euro gekoppelten Währungen an. Die in Schweizer Franken tieferen Umsätze wurden dadurch ertragsseitig weitgehend neutralisiert. So stieg die Bruttomarge der Gruppe im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres von 56,8 Prozent auf 58,4 Prozent. Das operative Betriebsergebnis EBIT lag zugleich bei 9,2 Millionen oder 10,3 Prozent des Nettoumsatzes. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einer Steigerung von beachtlichen 22,7 Prozent. Der Nettogewinn konnte sogar um satte 85,1 Prozent von 4,7 Millionen auf 8,7 Millionen Schweizer Franken gesteigert werden.

Zugleich wurden im Rahmen der Internationalisierungsstrategie beider Marken im Berichtszeitraum neue Standorte für Aubade in London, Kopenhagen, Brüssel, Monaco und Nürnberg erschlossen. Zudem stünden neue Calida Stores in Brüssel und Amsterdam stehen kurz vor der Eröffnung und weitere internationale Standorte für beide Marken seien bereits in Verhandlung, so Sulzberger, der zufrieden feststellt: „Die Store-Expansion in den Kernmärkten Schweiz und Deutschland für Calida und Frankreich für Aubade geht somit planmässig voran.“

Für den 1. August 2011 meldet die Calida Gruppe außerdem eine neue Personalie. So soll Daniel Gemperle zum Chief Information and Operations Officer der Gruppe ernannt und damit Mitglied der Geschäftsleitung werden. Gemperle verantwortet seit 1999 den Bereich Beschaffung, Produktion und Logistik bei der Marke Calida und steigt nun in die Führung des Mutterunternehmens auf.

Für das Gesamtjahr 2011 erwartet das Unternehmen eigenen Angaben zufolge aufgrund des leicht über Vorjahr liegenden Orderbuchs eine weiterhin positive Entwicklung, auch wenn die Konjunkturentwicklung weiter unsicher und die Devisenmärkte turbulent bleiben.

Foto: Calida