Burberry schreibt wieder schwarze Zahlen E-Mail
Mittwoch, 26 Mai 2010
Nach einem Verlust im Vorjahr hat der britische Luxusmodekonzern Burberry plc. im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 wieder hohe Gewinne eingefahren. Vor allem mit Accessoires und im eigenen Einzelhandel war das Traditionshaus erfolgreich, zudem musste es anders als im Vorjahr keine Abschreibungen vornehmen.

Wie Burberry am Mittwoch mitteilte, belief sich der Umsatz im Geschäftsjahr, das am 31. März endete, auf 1,28 Milliarden Britische Pfund, also etwa 1,50 Milliarden Euro. Damit wurde das Vorjahresniveau von 1,20 Milliarden Britischen Pfund um 7 Prozent übertroffen. Währungsbereinigt lag die Zuwachsrate bei einem Prozent. Im Großhandelsgeschäft musste der Konzern aber erneut einen deutlichen Umsatzrückgang um 11 Prozent (währungsbereinigt -15 Prozent) auf 433,6 Millionen Britische Pfund hinnehmen. Der wurde jedoch durch eine deutliche Steigerung im Retail-Segment mehr als kompensiert: Hier stiegen die Umsätze um 19 Prozent (währungsbereinigt +15 Prozent) auf 748,8 Millionen Britische Pfund. Die Lizenzerlöse kletterten um 18 Prozent (währungsbereinigt +6 Prozent) auf 97,5 Millionen Britische Pfund.

Als Wachstumsmotor erwies sich das Geschäft mit Accessoires, also vor allem mit Luxus-Lederwaren und Schuhen. Hier konnte Burberry den Umsatz um 15 Prozent (+10 Prozent) auf 419,6 Millionen Britische Pfund steigern. Damit ist das Segment nun erstmals die umsatzstärkste Produktgruppe des Konzerns. Auch die noch recht kleine Sparte Kindermode legte deutlich zu (+42 Prozent, währungsbereinigt +37 Prozent, auf 58,8 Millionen Britische Pfund). Bei Damenmode ergab sich ein leichtes Plus von einem Prozent (währungsbereinigt -3 Prozent) auf 415,5 Millionen Britische Pfund, die Umsätze mit Herrenmode sanken hingegen um 3 Prozent (währungsbereinigt -7 Prozent) auf 288,5 Millionen Britische Pfund.

Beim operativen Gewinn konnte Burberry wieder ein deutliches Plus verbuchen: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 171,1 Millionen Britische Pfund, nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag in Höhe von 9,9 Millionen Britischen Pfund gemeldet worden war. Allerdings hatten seinerzeit Abschreibungen im Volumen von 129,6 Millionen Britischen Pfund das Ergebnis belastet. Bereinigt um diesen Faktor sowie um restrukturierungsbedingte Sonderausgaben in beiden Jahren stieg das EBIT um 22 Prozent (währungsbereinigt +13 Prozent) von 180,8 auf 219,9 Millionen Britische Pfund. Der Jahresüberschuss nach Minderheitenanteilen lag bei 81,4 Millionen Britischen Pfund (95,3 Millionen Euro) nach einem Verlust von 6,0 Millionen Britischen Pfund im Vorjahr.

CEO Angela Ahrendts betonte angesichts der vorgelegten Zahlen, Burberry habe einen „Rekordgewinn trotz sehr schwieriger Marktbedingungen“ erzielt. Aufgrund der erfolgreichen Unternehmensstrategie sei es erneut gelungen, Marktanteile im Luxussegment zu gewinnen. Wesentliche Elemente der Pläne sind der Ausbau des eigenen Einzelhandels und des Accessoires-Segments, die Konzentration auf Wachstumsmärkte, auf denen Burberry seine Umsätze im vergangenen Jahr um 20 Prozent steigern konnte, die Schärfung des Markenimages sowie die Neustrukturierung der Geschäfte auf dem schwächelnden spanischen Markt.

Foto: Burberry


 
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