| Arcandor flirtet mit Kaufhof und sucht Investoren |
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| Montag, 07 April 2008 | |
Lange wurde bereits darüber spekuliert, nun scheint aus dem Gerücht doch noch Realität zu werden: Der Warenhauskonzern Karstadt könnte schon bald den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Kaufhof, das zu dem Mischkonzern Metro gehört, gilt der Konzernführung um Eckhard
Cordes schon seit Längerem als Klotz am Bein und soll nun den Umstrukturierungsplänen innerhalb des Unternehmens zum Opfer fallen. Bereits vor einigen Wochen räumte Cordes anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2007 ein, dass Kaufhof nicht mehr zum Kerngeschäft der Metro AG zähle. „Wir werden ohne Hektik alle strategischen Möglichkeiten für die Warenhäuser prüfen. Eine Option ist natürlich die Abgabe des Kaufhofs“ so der Firmenchef damals.
Derzeit seien Experten damit beschäftigt, ein Gutachten über Synergiepotenziale zu erstellen, so Arcandor. Sollten die Fachleute ihrem Auftraggeber jedoch zu einer Übernahme raten, müssten zunächst noch einige Steine aus dem Weg geräumt werden. Nicht nur, dass das Kartellamt bei dem Zusammenschluss etliche schwerwiegende Zweifel anmelden dürfte, auch die Finanzierung des Milliardengeschäfts ist noch nicht absehbar. Arcandor müsste Investoren gewinnen, die an die Zukunft des dann neu entstehenden Mega-Einzelhandelskonzerns glauben und zu entsprechenden Finanzierungen bereits wären. Im Gespräch ist hierfür aktuell ein Konsortium aus der Deutsche Bank-Tochter RREEF sowie den italienischen Investoren Pirelli RE, Generali und Borletti, das bereits einen Teil der Immobilien der Arcandor-Warenhaus-Tochter Karstadt übernommen hat und offensichtlich bereit wäre, sich weiterhin in größerem Umfang an dem Konzern zu beteiligen. „Unser Immobilienkonsortium könnte ohne Probleme die Immobilien von Kaufhof erwerben“ kündigte Middelhoff am Sonntag an und konstatierte: „Arcandor könnte, gegebenenfalls mit einem Investor, das operative Geschäft erwerben.“ Entschieden sei jedoch noch nichts, man habe keine Eile, so Middelhoff: „Wir sind sehr entspannt, uns zwingt keiner.“ Zunächst werde man interne Entscheidungen über die Warenhaus-, Versandhandels- und Reisesparte treffen müssen, bevor die Optionen zu einer Erweiterung des Kaufhaus-Bereichs endgültig geprüft würden. Aus diesem Grund seien bislang auch noch keine Gespräche mit Metro geführt worden. Sollte es jedoch tatsächlich zu einer Übernahme der Kaufhof-Kette durch Arcandor und Karstadt kommen, müssten etliche Beschäftigte beider Häuser um ihre Jobs bangen. Metro-Chef Middelhoff schätzt das „Synergiepotenzial“ – ergo: Einsparpotenzial – beider Häuser auf 400 Millionen Euro, ein Wert, der sicherlich nur durch Schließungen und Entlassungen erreicht werden kann. Mitte Juni diesen Jahres dürfe dann Bewegung in die Sache kommen. Bis dahin will Arcandor seine Beratungen über die Neustrukturierung des Konzerns abgeschlossen haben. Foto: Galeria Kaufhof |


Lange wurde bereits darüber spekuliert, nun scheint aus dem Gerücht doch noch Realität zu werden: Der Warenhauskonzern Karstadt könnte schon bald den Konkurrenten Kaufhof übernehmen. Kaufhof, das zu dem Mischkonzern Metro gehört, gilt der Konzernführung um Eckhard
Cordes schon seit Längerem als Klotz am Bein und soll nun den Umstrukturierungsplänen innerhalb des Unternehmens zum Opfer fallen. Bereits vor einigen Wochen räumte Cordes anlässlich der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2007 ein, dass Kaufhof nicht mehr zum Kerngeschäft der Metro AG zähle. „Wir werden ohne Hektik alle strategischen Möglichkeiten für die Warenhäuser prüfen. Eine Option ist natürlich die Abgabe des Kaufhofs“ so der Firmenchef damals.
Eine Aussage, die natürlich die Konkurrenz auf den Plan rufen musste. Und die ist mittlerweile in Gestalt des Arcandor-Chefs Thomas Middelhoff tätig geworden. Arcandor ist das Mutterunternehmen der Warenhauskette Karstadt und prüft nun Vor- und Nachteile eines Engagements bei Kaufhof. 
