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Adler drosselt Expansionstempo
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Montag, 13 August 2012
Der Haibacher Modeanbieter Adler bremst sein geplantes Expansionstempo. Aufgrund der schwächelnden Konjunktur werde sich das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte stärker um den Ertrag kümmern, sagte Vorstandsvorsitzender Lothar Schäfer. Nach 29 Neueröffnungen im vergangenen Jahr sollen es dieses Jahr nur 13 Filialen werden. Für 2013 plant das Unternehmen zehn neue Märkte.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres erhöhte sich der Nettoverlust nach 2,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 7,1 Millionen Euro. Das Konzern-EBITDA ging von 4,6 Millionen Euro auf 700.000 Euro zurück. Flächenbereinigt beträgt das Minus 4,5 Prozent. Als Grund nennt das Unternehmen neben Anlaufverluste von neuen Märkten auch die Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowie gestiegene Material- und Personalkosten. Die Umsätze konnten im Berichtszeitraum hingegen um 7,5 Prozent von 216,5 Millionen Euro auf 232,6 Millionen Euro zulegen.

Für das zweite Halbjahr erwartet Adler ein besseres Ergebnis. „Wir verlagern das Gewicht auf Standortoptimierung, Konsolidierung und intelligente Kostensenkung”, sagte Schäfer. Von den übernommenen Wehmeyer-Häusern wurden bereits drei Filialen veräußert, vier weitere ertragsschwache Shops in Siegburg, Aachen, Düren und Mülheim-Kärlich werden beziehungsweise wurden bereits geschlossen. Adler betreibt derzeit 166 Modemärkte, von denen sich 136 in Deutschland, 28 in Österreich und zwei in Luxemburg befinden.

Foto: Adler


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