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Abercrombie & Fitch schließt weitere US-Filialen
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Freitag, 22 Juni 2012
Der US-amerikanische Jugendmodekonzern Abercrombie & Fitch setzt weiter auf eine stärkere Internationalisierung. Neben Neueröffnungen im Ausland soll dazu auch die Schließung unwirtschaftlicher Standorte in den USA beitragen. In den vergangenen beiden Jahren hatte das Unternehmen bereits 135 Filialen auf dem Heimatmarkt geschlossen. „Jetzt haben wir etwa 180 weitere Shops identifiziert, die wir in den kommenden Jahren schließen werden“, erklärte CFO Jonathan Ramsden am Mittwoch auf der Deutsche Bank Global Consumer Conference in Paris. Vor allem Filialen der Hauptmarke Abercrombie & Fitch sowie der Kindermodelinie Kids seien darunter, aber auch einige wenige des Labels Hollister.

Das Unternehmen setzt damit seine Internationalisierungsstrategie fort: Nach zwei Jahren mit stark rückläufigen Umsätzen, die insbesondere auf schlechte Geschäfte in den USA zurückzuführen waren, kann Abercrombie & Fitch seit 2010 wieder deutliche Zuwächse verbuchen. Ramsden führte die Trendwende auf die Expansion im Ausland, namentlich in Europa, und die Umsatzsteigerung im Online-Geschäft zurück. Die internationalen Filialen hätten sich zudem als deutlich profitabler erwiesen als die US-Stores.

Angesichts dieser Fakten will das Unternehmen im Ausland weiter wachsen. „Die Expansion in Asien, insbesondere in China, zählt zu unseren wichtigsten Prioritäten“, erklärte Ramsden. In Asien befinde sich die Expansion noch in einer „frühen Phase“, dort habe das Unternehmen am Ende des abgelaufenen Quartals lediglich sieben Läden betrieben.

In Europa, wo Abercrombie & Fitch in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Shops eröffnete, werde man das Wachstumstempo angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen überdenken, sagte der Finanzchef, „Das kann dazu führen, dass wir geplante Eröffnungen verschieben, wenn wir nicht überzeugt sind, dass sie unsere finanziellen Kriterien erfüllen werden." Bereits im vergangenen Jahr sei das bei einigen Projekten der Fall gewesen. Nach einer äußerst erfolgreichen Startphase hatten sich die Umsätze in den europäischen Shops zuletzt wenig erfreulich entwickelt - auch ein Grund, warum nun das Asien-Geschäft stärker in den Vordergrund treten soll. Die Pläne für andere Regionen, etwa den Mittleren Osten, Lateinamerika und Australien, würden derzeit ebenfalls aktualisiert. Die Ergebnisse der Überlegungen werde das Unternehmen im August zusammen mit den Zahlen für das zweite Quartal vorstellen, sagte Ramsden.

Foto: Abercrombie & Fitch


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