| Überflieger Adidas |
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| Donnerstag, 03 März 2011 | |
2010 war ein gutes Jahr für den Sportartikelkonzern Adidas. Der Umsatz stieg deutlich, der Gewinn wurde gar mehr als verdoppelt. Die Fußball-Weltmeisterschaft sowie die erfolgreiche Neuausrichtung der US-Marke Reebok
lieferten entscheidende Impulse für die hervorragenden Zahlen.
Die beiden Hauptmarken Adidas und Reebok konnten sowohl im eigenen Einzelhandel (+25 Prozent, währungsbereinigt +18 Prozent) als auch im Großhandel (+14 Prozent, währungsbereinigt +8 Prozent) zulegen. Die kleinen Marken des Konzerns - TaylorMade-Adidas Golf, Rockport und Reebok-CCM Hockey Zwei Highlights des vergangenen Jahres hob Konzernchef Herbert Hainer ausdrücklich hervor. Da war einerseits das Fußball-Segment: „Wir haben in Südafrika die erfolgreichste WM aller Zeiten erlebt und mit deutlich mehr als 1,5 Milliarden Euro einen Rekordumsatz in dieser Kategorie erzielt. Durch unser erstklassiges Sponsoring-Portfolio war Adidas auf jedem Siegerpodest präsent – nicht zuletzt auch als langjähriger Partner des Weltmeisters Spanien“, erklärte er. Auch die Entwicklung von Reebok verdiente ein Sonderlob. „Reeboks Umsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 12 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro“, so Hainer. Der Konzern hatte die lange recht konturlos dahindümpelnde Marke in den vergangenen Jahren neu ausgerichtet und ihr ein scharfes Profil im Lifestyle- und Fitnessbereich verliehen. Der neuartige Turnschuh EasyTone sei „von Kunden und Konsumenten rund um den Globus begeistert aufgenommen“ worden, freute sich der Vorstandschef. Man habe die Marke „richtig angepackt“. Beim Ergebnis konnte der Konzern ebenfalls glänzen: Der operative Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 76 Prozent von 508 auf 894 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss nach Minderheitenanteilen wurde sogar mehr als verdoppelt. Er lag bei 567 Millionen Euro und damit um 131 Prozent über dem Vorjahreswert von 245 Millionen Euro. Der Gewinn pro Aktie erreichte 2,71 Euro. Im laufenden Jahr will Adidas den Erfolgskurs fortsetzen. Die Unternehmensführung erwartet, dass der Umsatz „währungsbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen wird“. „Vor allem steigendes Verbrauchervertrauen infolge der anhaltenden Konjunkturerholung wird die Umsatzentwicklung begünstigen“, hieß es aus Herzogenaurach. Auch die Tatsache, dass kein sportliches Großereignis wie die Fußball-WM auf dem Programm steht, kann das Unternehmen nicht schrecken: „Die positiven Effekte der starken Präsenz des Konzerns in schnell wachsenden Schwellenländern, der weitere Ausbau des Einzelhandelssegments sowie die anhaltende Dynamik bei der Marke Reebok werden den Wegfall von Umsätzen im Zusammenhang mit der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft 2010 mehr als kompensieren“, erklärten die Verantwortlichen. Beim Ergebnis je Aktie rechnen sie mit einer Steigerung auf 2,98 bis 3,12 Euro. „2011 verspricht, erneut ein hervorragendes Jahr für den Adidas-Konzern zu werden. Wir sind glänzend in das Jahr gestartet. Zudem haben wir alles, was ein Unternehmen sich nur wünschen kann – starke Marken, Premium-Produkte, ausgezeichnete Marketinginitiativen, eine immense globale Reichweite und eine kerngesunde Bilanz“, resümierte Herbert Hainer. Foto: Adidas |

2010 war ein gutes Jahr für den Sportartikelkonzern Adidas. Der Umsatz stieg deutlich, der Gewinn wurde gar mehr als verdoppelt. Die Fußball-Weltmeisterschaft sowie die erfolgreiche Neuausrichtung der US-Marke Reebok
lieferten entscheidende Impulse für die hervorragenden Zahlen.
Der Konzernumsatz erreichte eine Höhe von 11,990 Milliarden Euro und übertraf den Vorjahreswert von 10,381 Milliarden Euro um 15 Prozent. Währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 9 Prozent. Fast überall auf der Welt war Adidas überaus erfolgreich: In Westeuropa stiegen die Erlöse um 9 Prozent (währungsbereinigt +7 Prozent) auf 3,543 Milliarden Euro, in den europäischen Schwellenländern um 23 Prozent (währungsbereinigt +16 Prozent) auf 1,385 Milliarden Euro, in Nordamerika um 19 Prozent (währungsbereinigt +12 Prozent) auf 2,805 Milliarden Euro, in Lateinamerika um 28 Prozent (währungsbereinigt +14 Prozent) auf 1,285 Milliarden Euro. In China fielen die Zahlen nicht ganz so eindrucksvoll aus: Hier stieg der Umsatz um 3 Prozent auf 1,000 Milliarden Euro, währungsbereinigt ging er allerdings um 2 Prozent zurück. Im restlichen Asien kletterten die Erlöse dafür um 20 Prozent (währungsbereinigt +6 Prozent) auf 1,972 Milliarden Euro.