Der lange, warme Spätsommer war für Bekleidungshändler kein Grund zur Freude.
Die bereits ausgelieferten Herbst/Winter-Kollektionen lagen teilweise wie Blei in den Regalen. Nun, da sich echtes Herbstwetter mit kühleren Temperaturen durchgesetzt hat, kann die Branche aufatmen.
„Seit letzter Woche kommt die richtige Winterstimmung auf. Jetzt startet der Verkauf von Mänteln, Jacken, Mützen und Handschuhen endlich durch,“ sagte Jürgen Dax, der Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels (BTE), am Mittwoch. Zuvor sei der Start in die Wintersaison „verhalten“ ausgefallen, weil „die Mehrheit der Verbraucher anlassbezogen und bei Bedarf einkauft“ – also erst dann zu warmer Kleidung greift, wenn die Temperaturen fallen. Das gilt insbesondere für Männer, während Frauen oft bereits zuschlagen, wenn die neuen Kollektionen in die Läden kommen. Alles in allem läuft es für den Modehandel aber erst dann rund, sobald das Wetter mitspielt: „Die meisten Kunden kaufen ihren Wintermantel eben erst, wenn sie das erste Mal richtig frieren. Deshalb ist im Textileinzelhandel Betriebswirtschaft zwar wichtig, gute Verbindungen zu Petrus aber noch wichtiger,“ resümierte Dax.