Auch im Januar lagen die durchschnittlichen Verbraucherpreise deutlich über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Wie das Statistische Bundesamt
am Freitag mitteilte, betrug die Preissteigerungsrate gegenüber dem Januar 2007 2,8 Prozent.
Damit korrigierte die Behörde ihre vorliegende Schätzung nach oben. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2007 sanken die Preise um 0,4 Prozent. Dieser Rückgang ist jedoch im Wesentlichen saisonbedingt, da nach den Feiertagen üblicherweise die Preise für bestimmte Produktgruppen sinken.
Die Wiesbadener Behörde erklärte, dass die beachtliche Höhe der durchschnittlichen Preissteigerung auch im Januar nach wie vor von zwei Produktgruppen bestimmt wurde: „Die hohe Teuerungsrate im Januar 2008 ist weiterhin von deutlich gestiegenen Preisen für Energie und Nahrungsmitteln geprägt. Diese beiden Bereiche erklären mehr als die Hälfte der gesamten Preissteigerung gegenüber dem Vorjahr,“ erläuterte das Bundesamt. Aber auch die Einführung von Studiengebühren in mehreren Bundesländern wirkte sich preistreibend aus. Nicht zuletzt deshalb legten die Bildungsausgaben im Jahresvergleich um 34,2 Prozent zu.
Im Produktsegment Bekleidung und Schuhe stiegen die Preise gegenüber dem Januar 2007 leicht um 0,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Dezember gaben sie deutlich um 2,6 Prozent nach. Diese Entwicklung hat hauptsächlich saisonale Ursachen, da in den Läden der Wechsel von der Winter- zur Frühjahrskollektion bevorsteht.