Stöhr meldet Verluste

Sonntag, 03 Mai 2009

Die Mönchengladbacher Kammgarnspinnerei Stöhr & Co. konnte die selbst gesteckten Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 nicht erfüllen und musste ein Minuswachstum hinnehmen. Wie das Unternehmen mitteilt, konnten die Vorgaben aus 2007 trotz groß angelegter Restrukturierungsprogramme im vergangenen Jahr nicht gehalten werden.

Nach einem befriedigenden ersten Halbjahr litt Stöhr in der zweiten Jahreshälfte vor allem unter der zunehmenden Verunsicherung im textilen Einzelhandel. Fehlende Vororders für die nächste Saison hatten zur Folge, dass wir die bereits reduzierten Kapazitäten nicht voll auslasten konnten, so das Unternehmen. Die Verwerfungen auf den Devisenmärkten, ausgelöst durch die Finanzkrise, hätten zudem zu massiven Kursverlusten beim englischen Pfund sowie dem rumänischen Leu geführt. Der stichtagsbezogene Wertberichtigungsbedarf sei daher erheblich gewesen.

Die Folge: Stöhr machte 2008 einen Verlust in Höhe von 700.000 Euro, nach einem Gewinn von 600.000 Euro in 2007. Das Eigenkapital reduzierte sich leicht auf knapp 50 Millionen Euro und beläuft sich auf 81,6 Prozent der Bilanzsumme, während die Verbindlichkeiten gleichzeitig um 900.000 Euro auf 9,7 Millionen Euro stiegen.

Für das laufende Geschäftsjahr sowie für 2010 erwartet das Konzernmanagement eigenen Angaben zufolge keine grundsätzliche Verbesserung unseres operativen Geschäftes im Kammgarnbereich. Die weltweite Rezession im Zusammenspiel mit den ohnehin überhöhten Kapazitäten für Kammgarne werde fast zwangsläufig zu einer weiteren Umsatzreduzierung führen, so Stöhr. Der seit Jahren anhaltende Kapazitätsabbau der Kammgarnsparte werde sich weiter fortsetzen.