Quelle bricht Online-Ausverkauf ab E-Mail
Freitag, 27 November 2009
Das insolvente Versandhaus Quelle beendet am 30. November seinen Räumungsverkauf über die Online-Plattform quelle.de. Das teilte der zuständige Insolvenzverwalter am Donnerstag mit. Seit dem Beginn des Ausverkaufs Anfang November hätten „weit über 20 Millionen Kunden die Internetseiten des Versandhändlers besucht, weit über eine Millionen Kunden haben Ausverkaufswaren bestellt“, hieß es in der Mitteilung.

Das abrupte Ende des Online-Abverkaufs hat auch unmittelbare Konsequenzen für die verbliebenen Mitarbeiter: Der Insolvenzverwalter gab bekannt, dass er „die weitere Abwicklung des Ausverkaufs ab Dezember 2009 noch bundesweit mit rund 3.000 statt bislang 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 900 statt bislang rund 1.300 Beschäftigten bei Quelle Deutschland“, plane.

Jörg Nerlich, der Beauftragte des Insolvenzverwalters Claus-Hubert Görg für den Versandhandel des Arcandor-Konzerns, hoffte, dass durch einen Verkauf des technischen Kundendienstes Profectis knapp 1.000 Arbeitsplätze gerettet werden könnten. Entsprechende Gespräche verliefen „viel versprechend“, so Nerlich. Durch die Verkäufe von Teilgesellschaften habe man in den vergangenen vier Wochen bereits „rund 1.200 Arbeitsplätze“ erhalten können.

Ganz beendet ist der Quelle-Ausverkauf mit der Schließung der Online-Plattform Ende November aber noch nicht. „Weiße Ware“ der Eigenmarke „Privileg“ will Quelle noch bis Mitte Dezember über die 63 verbliebenen stationären Quelle Technik Center (QTC) anbieten.

 
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