Keiner will (bei) Kaufhof kaufen E-Mail
Dienstag, 03 Februar 2009
Dass der Warenhauskonzern Galeria Kaufhof, ein Tochterunternehmen der Metro Gruppe, seit geraumer Zeit nicht besonders gut da steht und so kontinuierlich auf die Bilanzen des Handelsriesen drückt, ist mittlerweile bekannt. Trotzdem soll die Kaufhauskette anscheinend nicht verkauft werden, zumindest nicht so schnell.

In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe) räumte Metro-Chef Eckhard Cordes nun ein, dass es derzeit nicht genügend Interessenten für die Kaufhof-Sparte gibt, ein Verkauf daher nicht zur Debatte stünde. „In einem normalen Kapitalmarktumfeld gäbe es sicher eine große Anzahl von Interessenten. Wir reden gegenwärtig mit niemandem. Das Gute ist: Der Kaufhof ist so stark, dass wir nicht verkaufen müssen", so Cordes und fügt trotzig hinzu: „Wir können warten".

Auf die Frage, welche Chancen er einer in letzter Zeit immer wieder diskutierten Zusammenlegung mit dem Konkurrenten Karstadt einräume, erwiderte der Manager trocken: „ Wenn man den Kaufhof verkaufen will, benötigt man jemanden, der ihn bezahlen kann. Der ist im gegenwärtigen Kapitalmarktumfeld nicht in Sicht". Schließlich will auch die Karsadt-Mutter Arcandor ihrerseits den angeschlagenen Warenhauskonzern loswerden und sich nicht mit Galeria Kaufhof einen weiteren Patienten ins Haus holen.

Wie es mit den beiden Kaufhausketten weiter geht, bleibt also vorerst ein Objekt der Spekulation. Trotzdem wird weiterhin damit gerechnet, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft ihren Besitzer wechseln werden. Fragt sich eben nur, wo jetzt in der Wirtschaftskrise neue Investoren herkommen sollen.


 
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