Zu den Spekulationen über die Zukunft der Kaufhof-Warenhäuser hat sich nun auch Lovro Mandac geäußert.
Der Chef der Warenhausgruppe, die noch zum Handelskonzern Metro gehört, nahm in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ zu den Perspektiven von Kaufhof Stellung. Der Mutterkonzern hatte in diesem Frühjahr angekündigt, das Warenhaussegment verkaufen zu wollen. Seither häufen sich die Gerüchte über mögliche Kaufinteressenten und Fusionspläne – vor allem der Essener Arcandor-Konzern, der Kaufhof mit seiner eigenen Warenhausgruppe Karstadt zusammenführen könnte, gilt als potentieller Kandidat.
Für Kaufhof-Chef Mandac ist aber auch eine andere Variante möglich: „Ich wundere mich, dass in der öffentlichen Diskussion fast immer nur von Lösungen die Rede ist, bei denen der Kaufhof mit irgendwem zusammengeht oder von irgendwem übernommen wird. Warum eigentlich? Mit 3,6 Milliarden Euro Umsatz sind wir groß und stark genug, um auf eigenen Beinen zu stehen,“ betonte er gegenüber der „Welt“. Kaufhof wäre durchaus auch als „Stand-Alone-Lösung“ erfolgreich.
Mandac äußerte sich auch zum weiteren Kurs des Unternehmens: Man verfolge ähnlich wie der Wettbewerber Karstadt eine Trading-Up-Strategie, wolle sich aber bewusst nicht im Luxussegment positionieren: „Wir versuchen nicht, mit Edelmarken zu glänzen, sondern mit Produkten, die sich die meisten Konsumenten auch leisten können,“ betonte er.
Auch über eine Expansion im Ausland werde nachgedacht, so Mandrac. Dies sei jedoch erst mit einem neuen Eigentümer möglich, da Metro eine weitere Internationalisierung von Kaufhof nicht anstrebe. Er erklärte, dass derzeit diverse Optionen geprüft würden: „Wir schauen uns in den Nachbarländern um, in jedweder Himmelsrichtung. Für Kaufhof kommen viele Länder in Frage, sowohl in West- als auch in Osteuropa.“