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Kartenfiasko: HDE will Schadensersatz
E-Mail
Donnerstag, 07 Januar 2010
In die Diskussion um nicht funktionierende EC- und Kreditkarten hat sich nun auch der Handelsverband Deutschland (HDE) eingeschaltet.

Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer der Branchenorganisation, verwies angesichts der aktuellen Probleme, die auf falsch programmierte Mikrochips auf den betroffenen Karten zurückzuführen sind, darauf, dass es auch sonst „regelmäßig“ Ausfälle des EC-Kartensystems gebe. Er sieht nun die Geldinstitute in der Pflicht: „Die Kreditwirtschaft muss dafür sorgen, dass die von ihr angebotenen Systeme zuverlässig funktionieren. Schließlich zahlt der Einzelhandel hierfür jedes Jahr Gebühren in dreistelliger Millionenhöhe,“ erklärte Genth am Mittwoch.

Daher erscheint es dem HDE-Vertreter geboten, dass die Verantwortlichen auch für etwaige Schäden aufkommen sollten: „Die Banken müssen für Ausfälle des Systems mit Ausfallgarantien und Schadensersatz gerade stehen. Wir fordern eine entsprechende Regelung, der sich die Banken bisher allerdings widersetzen," so Genth. Damit liegt er grundsätzlich auf einer Linie mit Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Die warf den Banken im aktuellen Fall mangelnde Sorgfalt vor und forderte, dass den betroffenen Bürgern keine finanziellen Nachteile entstehen dürften. „Wenn Kunden jetzt gezwungen sind, am Bankschalter Bargeld zu holen, dürfen dafür keine Gebühren berechnet werden,“ erklärte die Ministerin in einem Interview mit dem Tagesspiegel.


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