Karstadt-Entscheidung vertagt E-Mail
Montag, 31 Mai 2010
Die Entscheidung im Bieterrennen um den insolventen Warenhauskonzern Karstadt ist noch einmal aufgeschoben worden. Nachdem am Freitag mit der Investmentgesellschaft Triton, dem Privatfinanzier Nicolas Berggruen und dem Immobilienunternehmen Highstreet die bisherigen drei Kaufinteressenten vom Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg in die Essener Firmenzentrale geladen wurden, um dem Gläubigerausschuss ihre Angebote vorzulegen, tauchte plötzlich ein weiterer Bieter auf, den bislang niemand auf dem Zettel hatte.

So berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ von einem russischen Konsortium, das Karstadt unter Führung des St. Petersburger Unternehmers Artur Pachomow komplett übernehmen und dafür einen zweistelligen Millionenbetrag bereitstellen will. Nun soll zunächst die Bonität des Bieters überprüft werden, bevor man sich mit dem Angebot der Russen näher auseinandersetzen will.

Eine endgültige Entscheidung darüber, wer letztendlich den Zuschlag für Karstadt erhalten wird, soll erst am 7. Juni 2010 fallen. Bis dahin müssen sich Bieter, Vermieter, Gläubiger und Gewerkschaften einigen, „sonst war’s das“, wie Insolvenzverwalter Görg bereits verlauten ließ. Sollten die Beteiligten nicht zu einer Einigung kommen, müsste die Kaufhauskette wohl zerschlagen werden und ein Großteil der 25.000 Beschäftigten würde seinen Job verlieren.


 
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