Nun ist es offiziell: Die Verbraucherpreise sind im April so stark gestiegen wie seit dem
Herbst 2008 nicht mehr. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Mittwoch seine kürzlich veröffentlichte Prognose. Demnach lag die Jahresteuerungsrate im vergangenen Monat bei 2,4 Prozent. Diese Höhe hatte sie zuletzt im Oktober 2008 erreicht. Im Februar und März dieses Jahres hatte sie jeweils bei 2,1 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise um 0,2 Prozent.
Vor allem die Kosten für Mineralölprodukte (+15,2 Prozent) waren für die Höhe der Teuerungsrate verantwortlich. Zudem beeinflusste der späte Termin der Osterfeiertage, durch den etwa Reisen im April deutlich kostspieliger ausfielen als im Vorjahr, die Zahlen. Ohne die saisonbedingte Verteuerung von Pauschalreisen wäre die Inflationsrate um 0,2 Prozentpunkte niedriger ausgefallen, teilte die Behörde mit. Eher moderat entwickelten sich die Preise für Bekleidung und Schuhe. Sie lagen lediglich um 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau.