HDE: „Warenhäuser haben Zukunft“

Mittwoch, 22 April 2009

Die Warenhausbranche steht derzeit mächtig unter Druck. Traditionsunternehmen wie Hertie oder Sinn-Leffers sind bereits pleite, Karstadt kränkelt seit Langem und steht vor der Zerschlagung, und auch dem Konkurrenten Galeria Kaufhof steht das Wasser derzeit bis zum Hals. Es scheint so, als seien die Warenhäuser klassischer Prägung nicht mehr zeitgemäß, ein sterbendes Geschäftsmodell.

Dem widerspricht nun der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) vehement, sieht sich aufgrund der letzten Entwicklungen im Fall Karstadt sogar genötigt, ein Statement pro Warenhaus anzugeben. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth prophezeit der Branche gar eine „profitable Zukunft“ und nimmt zugleich die Politik in die Pflicht. So erweise sich die Besteuerung der Mietbelastung im Rahmen der seit diesem Jahr geltenden Gewerbesteuerreform als großes Handicap für die Kaufhäuser, diese müsse von der Bundesregierung dringend rückgängig gemacht werden.

Zudem sollten die Kommunen die Warenhäuser nicht durch zusätzliche großflächige Einzelhandelsansiedlungen gefährden, so Genth weiter. Sein Fazit: „Warenhäuser sind überlebensfähig und werden sich am Markt behaupten.“ Das zeigten Beispiele nicht nur im Ausland, sondern gerade auch viele Häuser in Deutschland, die sich in einem stetigen Anpassungsprozess an die veränderten Bedürfnisse der Verbraucher befänden.