Gap investiert in "Old Navy"-Shops E-Mail
Donnerstag, 11 Juni 2009
Jahrelang ein Krisenfall, nun plötzlich Hoffnungsträger: Der US- amerikanische Bekleidungskonzern Gap Inc. setzt derzeit ausgerechnet auf seine Vertriebslinie Old Navy.

Chairman und CEO Glenn Murphy äußerte sich am Mittwoch im Rahmen einer Investorenkonferenz in New York zu den Plänen des Konzerns, der schon seit längerem mit Umsatzverlusten zu kämpfen hat. Vorrangige Ziele sind demnach der Ausbau des Marktanteils in den USA sowie Wachstum im Online- und Auslandsgeschäft.

Bei der Stabilisierung des Absatzes auf dem Heimatmarkt soll die Marke Old Navy eine große Rolle spielen. Murphy erklärte, dass noch im laufenden Jahr 50 Filialen der Vertriebslinie umgebaut werden sollen. Das neue Ladenkonzept sei in zwei Shops in Kalifornien erfolgreich getestet worden, erläuterte der Konzernchef. Dass Gap so massiv in Old Navy investiert, ist bezeichnend: Noch bis vor wenigen Monaten hatte die Linie Monat für Monat katastrophale Umsatzeinbrüche gemeldet, zuletzt konnte sie aber mehrfach positiv überraschen. Im Mai verbuchte sie als einziges Segment des Konzerns sogar ein Umsatzwachstum auf vergleichbarer Fläche (+3 Prozent), während Gap North America (-11 Prozent) und Banana Republic North America (-14 Prozent) deutlich abrutschten.

Darüber hinaus hatte Murphy noch weitere Neuigkeiten zu verkünden: So will der Konzern im Laufe des Jahres seinen internationalen Expansionskurs fortsetzen und dabei unter anderem etwa 40 in Franchise geführte Filialen in 20 Ländern eröffnen. Außerdem plant Gap, das Outlet-Geschäft in Großbritannien, Japan und Kanada auszuweiten. Wachsen wird auch das Angebot der Online-Plattform Piperlime. Das soll noch in diesem Sommer um 50 weitere Label aufgestockt werden.


 
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