Einzelhandel erwartet keine schnelle Besserung E-Mail
Freitag, 13 November 2009
Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) rechnet damit, dass die Umsätze im so wichtigen Weihnachtsgeschäft niedriger ausfallen werden als im vorigen Jahr. Und auch für 2010 ist der Branchenverband derzeit alles andere als optimistisch.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser erklärte am Donnerstag, dass er im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft Einzelhandelsumsätze in Höhe von 73 Milliarden Euro erwarte. Im Vergleich zum Vorjahr, als vor den Feiertagen 74,2 Milliarden Euro erlöst worden waren, wäre das ein Rückgang um 1,5 Prozent. Für das gesamte Jahr 2009 prognostiziert der HDE weiterhin ein Minus von 2 Prozent.

Auch für das nächste Jahr rechnet Sanktjohanser nicht mit einer deutlichen Verbesserung der Lage: „Es ist leider wahrscheinlich, dass der Einzelhandel von einer leichten gesamtwirtschaftlichen Erholung im kommenden Jahr kaum profitieren kann. Eine steigende Arbeitslosigkeit wird Konsumspielräume einengen und die Verbraucherstimmung drücken. Da hilft es dann auch kaum, dass sich die Einzelhandelspreise nach unserer Einschätzung auch 2010 moderat entwickeln werden und die Konsumstimmung stützen,“ so der HDE-Präsident. Zudem würden die geplanten Steuerentlastungen „dem Konsum noch nicht auf die Sprünge helfen“. Und so könnte es für die Branche noch schlechter kommen als 2009: „Die Mehrzahl der Einzelhandelsunternehmen rechnet für 2010 mit einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation gegenüber diesem Jahr,“ erklärte Sanktjohanser.


 
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