Eddie Bauer ist pleite

Donnerstag, 18 Juni 2009

Nicht nur in Deutschland häufen sich derzeit die Unternehmenspleiten. Auch in den USA fordert die Krise weiter ihre Opfer. Am Mittwoch musste nun der Outdoor-Spezialist Eddie Bauer Insolvenz nach Chapter 11 anmelden.

Das 1920 gegründete Traditionsunternehmen aus Seattle, das im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bei deutlich gesunkenen Umsätzen einen Nettoverlust in Höhe von 44,5 Millionen US-Dollar hinnehmen musste, will seinen Geschäftsbetrieb jedoch vorerst uneingeschränkt aufrecht erhalten. „Eddie Bauer ist ein gutes Unternehmen mit einer großartigen Marke, aber einer schlechten Bilanz,“ erklärte Neil Fiske, der President und Chief Executive Officer. Er machte die hohe Verschuldung und die anhaltende Rezession für die Insolvenz verantwortlich.

Für die Zukunft ist er allerdings optimistisch. Derzeit verhandelt Eddie Bauer bereits mit dem Finanzinvestor CCMP Capital, der die Geschäfte weiterführen will, über eine Übernahme. Es könnten aber auch andere Interessenten zum Zuge kommen, falls sie ein besseres Angebot abgeben würden, teilte das Unternehmen mit. Der Verkaufsprozess soll nach Angaben von Eddie Bauer noch in den kommenden zwei Monaten abgeschlossen werden.